Diese Meldung dürfte die DHL interessiert zur Kenntnis nehmen: Die geplante Übernahme von 80 Prozent des Hamburger Logistikunternehmens Zippel durch die chinesische Staatsreederei Cosco wird nicht genehmigt. Das Bundeswirtschaftsministerium werde nun den formellen Bescheid erlassen. Zur Begründung verwies man auf mögliche Folgen für die Sicherheit.
Durch den Einstieg könnten Abhängigkeiten zunehmen und die Belastbarkeit deutscher sowie europäischer Lieferketten leiden. Deutschland stehe ausländischen Investitionen grundsätzlich offen gegenüber; einzelne Vorhaben könnten jedoch Risiken für die nationale Sicherheit bergen.
Nach dem Außenwirtschaftsgesetz und der Außenwirtschaftsverordnung darf die Bundesregierung Übernahmen deutscher Unternehmen durch ausländische Investoren im Einzelfall überprüfen. Entscheidend ist dabei, ob ein Geschäft voraussichtlich die öffentliche Ordnung oder Sicherheit beeinträchtigen könnte.
Das Bundeskartellamt hatte im Februar erklärt, dass Cosco die Zippel-Anteile aus wettbewerbsrechtlicher Sicht erwerben könne. Ende April wurde bekannt, dass der Verfassungsschutz Sicherheitsbedenken gegen die Transaktion geäußert hatte.
Cosco ist bereits an Hamburger Terminal beteiligt
Zippel befördert Güter per Bahn, Schiff und Lastwagen, darunter Waren, die über die Häfen Hamburg und Bremerhaven ins Land gelangen. Das Unternehmen beschäftigte nach früheren Angaben etwa 350 Menschen.
Die Reederei zählt gemessen am Transportvolumen zu den größten weltweit und besitzt bereits 24,99 Prozent am Hamburger Containerterminal Tollerort. Über diese Beteiligung hatte es 2022 in der damaligen Bundesregierung eine intensive politische Auseinandersetzung gegeben. Am Ende wurde Cosco ein Anteil unterhalb der 25-Prozent-Marke gestattet.
DER AKTIONÄR bleibt indes für die Anteilscheine der DHL zuversichtlich gestimmt. Denn der Bonner Logistikriese ist breit und strategisch clever aufgestellt. Zudem ist die Bewertung immer noch moderat und das Chartbild stark. Wer investiert ist, bleibt beim Dividendentitel dabei und lässt die Gewinne laufen. Der Stoppkurs kann nach wie vor bei 42,00 Euro belassen werden.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL.
Enthält Material von dpa-AFX
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