07.05.2020 Thorsten Küfner

Über 5 % Rendite - BASF-Rivale beeindruckt mit anhaltend hoher Dividende

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BASF

Evonik senkt wegen den Folgen der Corona-Pandemie wie erwartet den Jahresausblick. Robuste Geschäfte etwa mit der Lebensmittelindustrie, mit Desinfektionsmitteln und Zusätzen für die Pharmabranche konnten die verschärfte Autokrise nicht ausgleichen. Evonik-Chef Christian Kullmann rechnet 2020 nun mit einem Umsatz zwischen 11,5 und 13,0 Milliarden Euro.

Beim bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) peilt der Trikotsponsor von Borussia Dortmund 1,7 bis 2,1 Milliarden Euro an. Anfang März, als das volle Ausmaß der Corona-Krise noch nicht absehbar war, hatte Kullmann noch gehofft, den Umsatz stabil auf dem Vorjahresniveau von 13,1 Milliarden Euro halten zu können. Beim bereinigten operativen Ergebnis waren ursprünglich 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro angepeilt worden.

Besser als erwartet

Im abgelaufenen ersten Quartal hielt sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Minus von einem Prozent auf 3,24 Milliarden Euro fast stabil. Das bereinigte Ebitda sank um 5 Prozent auf 513 Millionen Euro. Damit übertraf Evonik die durchschnittlichen Analystenschätzungen leicht. Unter dem Strich verdienten die Essener 130 Millionen Euro nach 239 Millionen vor einem Jahr. Der auch für die Dividende wichtige freie Mittelzufluss (Free Cashflow) belief sich auf 113 Millionen Euro.

1,15 Euro je Aktie

Trotz der Corona-Krise hält der Spezialchemiekonzern an seiner Dividende für 2019 fest. Die vorgeschlagenen 1,15 Euro je Aktie sollen in zwei Tranchen gezahlt werden, wie das Unternehmen am Donnerstag in Essen mitteilte. Am 2. Juni soll ein Abschlag von 0,57 Euro je Anteilsschein fließen. Nach der Hauptversammlung, die bereits wegen der Virus-Pandemie auf den 31. August verschoben worden war, sollen dann am 3. September die restlichen 0,58 Euro fließen.

Mit dem Schlusskurs vom Mittwoch entspricht die Ausschüttung einer Dividendenrendite von 5,2 Prozent. Großer Profiteur bleibt auch die RAG-Stiftung, die noch knapp 59 Prozent der Evonik-Anteile hält. Sie nutzt das Geld, um die langfristigen Folgekosten des deutschen Steinkohlebergbaus zu tragen.

Evonik Industries (WKN: EVNK01)

Evonik ist mit seiner breiten Aufstellung in zum Teil konjunktur-unabhängigen Branchen von den Folgen der Corona-Pandemie weniger stark getroffen als andere Chemiekonzerne und bleibt daher der Favorit im Sektor. Mutige, langfristig orientierte Dividendenjäger können hier weiter zugreifen. Der Stoppkurs sollte bei 17,50 Euro belassen werden. 

Was bei der BASF-Aktie nun zu tun ist, erfahren Sie hier.

Mit Material von dpa-AFX