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UBS: Milliarden‑Rückkauf von Credit‑Suisse‑Schulden

UBS: Milliarden‑Rückkauf von Credit‑Suisse‑Schulden
Foto: MOZCO Mateusz Szymanski/Shutterstock
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Lars Friedrich Heute, 17:58 Lars Friedrich
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Die Übernahme der Credit Suisse ist für die UBS längst in der Integrationsphase angekommen. Tausende Stellen wurden gestrichen, Vermögenswerte verkauft und Geschäftsbereiche zusammengeführt. Nun geht es an den nächsten großen Block: die alten Schulden der übernommenen Bank.

Die UBS kauft Credit-Suisse-Anleihen im Volumen von 7,9 Milliarden Dollar zurück. Es ist der bislang größte Rückkauf alter Credit-Suisse-Schulden durch die Schweizer Großbank. Zusätzlich will die UBS bei drei Anleihen von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen. Dadurch werden in den kommenden Tagen weitere 1,8 Milliarden Dollar fällig. Insgesamt beläuft sich die Rückzahlung damit auf knapp 10 Milliarden Dollar.

Nach Berechnungen von Bloomberg sinkt der Bestand an übernommenen Credit-Suisse-Schulden damit auf rund 29 Milliarden Dollar. Zum Zeitpunkt der staatlich eingefädelten Notübernahme im Jahr 2023 waren es noch etwa 90 Milliarden Dollar.

Für die UBS ist der Schritt mehr als reine Bilanzkosmetik. Ein Teil der alten Anleihen wird für die aktuelle Finanzierung nicht mehr benötigt. Andere Papiere sind vergleichsweise teuer verzinst.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bank alte Credit-Suisse-Anleihen im Volumen von 7,7 Milliarden Dollar zurückgekauft.

Abschreibung verärgert Anleger

Der Umgang mit den übernommenen Schulden ist auch deshalb heikel, weil die Anleiheklassen unterschiedlich behandelt werden. Senior-Anleihen, die von der Credit Suisse ausgegeben wurden, müssen vollständig bedient werden.

Anders erging es den nachrangigen Additional-Tier-1-Anleihen, kurz AT1. Diese wurden im Zuge der Übernahme vollständig abgeschrieben. Gegen diese Entscheidung laufen rechtliche Schritte enttäuschter Anleger.

Bank wehrt sich gegen Regulierung

Neben der Bilanzbereinigung beschäftigt die UBS derzeit der Streit mit der Schweizer Regierung über strengere Kapitalvorschriften. Bern will die Eigenkapitalbasis der Großbank nach der Credit-Suisse-Krise deutlich stärken. Die UBS wehrt sich gegen die damit verbundenen Milliardenkosten.

Anfang September erzielte die Bank dabei einen vorläufigen Erfolg. Ein Parlamentsausschuss schlug vor, der UBS zu erlauben, bis zu 50 Prozent der zusätzlichen Kapitalanforderungen über günstigere Wandelanleihen abzudecken. Die Regierung hatte ursprünglich auf eine vollständige Finanzierung über hartes Eigenkapital gedrängt.

Das Gesetz muss noch beide Parlamentskammern passieren.

UBS Group (WKN: A12DFH)

Der Rückkauf zeigt, wie weit die UBS bei der Aufarbeitung der Credit-Suisse-Übernahme inzwischen vorangekommen ist. Rund zwei Jahre nach der Notfusion ist der größte Teil der übernommenen Schulden bereits abgebaut. Für die Bank bedeutet das weniger Zinslast und eine schlankere Finanzierungsstruktur. Der Streit um die künftigen Kapitalvorgaben bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Derzeit steht die UBS-Aktie nicht auf der AKTIONÄR-Empfehlungsliste.

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