Trump dreht den Geldhahn auf: Milliarden für den Gaza‑Wiederaufbau

Trump dreht den Geldhahn auf: Milliarden für den Gaza‑Wiederaufbau
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Jan-Paul Fóri Heute, 06:40 Jan-Paul Fóri

Donald Trump macht Ernst: Mit einem massiven 5-Milliarden-Dollar-Paket und einem eigenen „Friedensrat“ will der US-Präsident den Gazastreifen neu ordnen – vorbei an den Vereinten Nationen. Während in Genf zeitgleich über Irans Atomprogramm gepokert wird, wittern Investoren das große Geschäft. Dieser Wert könnte vom Wiederaufbau des Gaza-Streifens profitieren. 

Donald Trump ist zurück im Deal-Modus. Über seine Plattform Truth Social ließ der US-Präsident die Bombe platzen: Sein neu gegründeter „Friedensrat“ (Board of Peace) hat Zusagen über mehr als fünf Milliarden Dollar für den Wiederaufbau im Gazastreifen gesammelt. Am kommenden Donnerstag, den 19. Februar, trifft sich der Rat in Washington zur ersten großen Sitzung. Das Ziel: Stabilisierung, Sicherheit und ein kompletter technokratischer Neuaufbau der Region – unter US-Regie und unter Ausschluss altgedienter Institutionen wie der UN.

Amerika schreibt die Rechnung, die Welt zahlt – Warum die USA profitieren

Kritiker mögen den „Friedensrat“ als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen sehen, doch für Trump ist es purer Pragmatismus im Sinne von „America First“. Indem die USA den Vorsitz und das Exekutivkomitee kontrollieren, dürften sie sicherstellen, dass die milliardenschweren Aufträge für Infrastruktur, Logistik und Sicherheit vorrangig an US-Unternehmen fließen.

Langfristig sichert sich Washington so massiven geopolitischen Einfluss: Ein stabiler, von den USA verwalteter Gazastreifen entzieht radikalen Kräften den Boden und schafft einen neuen Absatzmarkt im Nahen Osten. Gleichzeitig nutzt Trump die „Zuckerbrot-und-Peitsche“-Taktik gegenüber dem Iran: Während in der Schweiz über Sanktionslockerungen verhandelt wird, droht Trump bei einem Scheitern offen mit Militärschlägen. Die Botschaft an die Märkte: Stabilität wird erzwungen – zur Not mit dem zweiten Flugzeugträger, der bereits vor Ort ist.

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Die Gewinner: Wer baut Gaza 2.0?

An der Börse sorgt die Nachricht für Bewegung. Wenn Milliarden in dem Wiederaufbau fließen, klingelt bei diesen Konzernen die Kasse:

1. Caterpillar: Der Schaufel-König profitiert als Weltmarktführer für schwere Baugeräte von groß angelegten Wiederaufbauprogrammen. Das Sortiment des US-Unternehmens umfasst unter anderem Bagger, Bulldozer, Radlader und Planierraupen. Die Aktie hat jüngst ein Rekordhoch markiert.  

2. Fluor: Deutlich weniger bekannt als der Baumaschinenhersteller ist das Ingenieur- und Bauunternehmen Fluor Corporation. Gleichwohl zählt es zu den größten Bauunternehmen in der Fortune-500-Rangliste und hat in der Vergangenheit beispielsweise Kraftwerke in Orten wie Bagdad, Hillah und Najaf repariert.

3. Lockheed Martin und RTX. Die geplante internationale Stabilisierungstruppe (ISF) benötigt Ausrüstung, Überwachungstechnik und Logistik. Trump wird hier keine europäischen Panzer sehen wollen, sondern auf bewährte US-Technik setzen. Die Rüstungsschmieden dürften ihre Auftragsbücher weiter füllen, zumal die Drohkulisse gegenüber dem Iran (Stichwort: zweiter Flugzeugträger) die Nachfrage hochhält.

Infront DowJones (WKN: 969420)

Ein Frieden im Gaza-Streifen samt Wiederaufbau wäre ein positives Zeichen für die Stabilität in der Region. Dieses dürfte nicht nur die genannten Einzelwerte, sondern auch den gesamten Aktienmarkt antreiben. DER AKTIONÄR rät bei RTX weiter zum Kauf. Mehr zu Trumps Verhandlungsgeschick lesen Sie im Bestseller „Trump – Die Kunst des Erfolgs“.

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