21.10.2019 Florian Söllner

Tesla vs. Porsche: „dieses Auto übertrifft alles!“ Wichtig: Das wird am Mittwoch erwartet

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Tesla
Trendthema

Rückschlag für Tesla: Der neue Porsche Taycan hat das Model S in einem Vergleichstest deklassiert. Doch Elon Musk kontert 2020 mit einer sportlicheren Version des Model S – und zudem rückt der Supersportler, der Tesla Roadster, wieder ins Rampenlicht. 

Design-Chef Franz von Holzhausen sagte nun in einem Interview, dass sich das Auto weiterentwickle. „Der Roadster wird sogar noch besser sein, als das, was wir enthüllt hatten – in jeder Hinsicht.“ Es werde das „ultimative“ Sportauto. Bisher ist die Rede von einem Sprint des Roadster von 0 auf 100 km/h in unter zwei Sekunden. Eigentlich sollte er 2020 in den Markt kommen – doch offenbar genießen derzeit andere Projekte wie das Model Y Priorität. Realistischer erscheint ein Verkaufsstart im Jahr 2021.

Q3-Zahlen am Mittwoch!

Entscheidend für den kurzfristigen Verlauf des Aktienkurses sind die Zahlen für das 3. Quartal, die am 23. Oktober erwartet werden. Zwar hat Tesla mit 97.000 Autos zwei Prozent mehr ausgeliefert als im Vorquartal , da jedoch gleichzeitig die durchschnittlichen Absatzpreise weiter gefallen sein dürften, erwarten Analysten keine Wunder beim Gewinn. Der Verlust je Aktie wird mit 0,26 Dollar erwartet. 

Der Umsatz wird laut Konsensus auf 6,4 Milliarden Dollar gegenüber dem zweiten Quartal 2019 nur minimal steigen und gegenüber dem Vorjahresquartal (6,8 Milliarden) deutlich fallen. Mit einem Q3-EBITDA von 627 Millionen Dollar erwarten Analysten einen Jahreshöchstwert – der jedoch gegenüber dem Vorjahreszeitraum rückläufig ist.  

Tesla (WKN: A1CX3T)

Unterm Strich wird ein Verlust von über 250 Millionen Dollar erwartet. Den Aussagen von Elon Musk aus dem Conference Call zum Q2 glaubt noch keiner so richtig: Demnach sieht der Tesla-Chef, dass man im Q3 „in die Nähe“ des Break-even kommt und man dann im vierten Quartal unterm Strich Gewinne erzielt. Die Wall Street hingegen ist skeptisch geworden: Wurde im Schnitt im Januar noch ein 2019er-Jahres-EBITDA von vier Milliarden gesehen, hat sich die die Schätzung auf mittlerweile 1,9 Milliarden halbiert. 12 Analysten raten zum Kauf und 15 zum Verkauf.

Kurzfristig ist für die Aktie der Kampf um die 200-Tage-Linie wichtig, womit sich die Charttechnik aufhellen würde. Risiko bleibt, dass Tesla am Mittwoch beweisen muss, im 2. Halbjahr profitabler zu arbeiten. Während Elon Musk vor einem Jahr beim Gewinn je Aktie extrem positiv überrascht hatte, lag die wichtige Kennzahl in diesem Jahr jedes Mal deutlich unter den Erwartungen.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.