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Tesla-Flop: Böses Omen für Volkswagen, Mercedes & Co?

Tesla-Flop: Böses Omen für Volkswagen, Mercedes & Co?
Foto: ZUMAPRESS.com/Gene Blevins/dpa/picture alliance
Volkswagen AG ZC 09/PERP - %
25.01.2024, 08:41 ‧ Leon Müller
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Elon Musk hat nicht geliefert. Die Zahlen, die der Tesla-CEO am Mittwochabend präsentierte, entsprechen nicht den Erwartungen des Marktes. Sie schmecken weder Analysten noch Aktionären. Sie haben die Aktie gestern retourniert. sie wird wohl auch am Donnerstag fallen. Das bleibt leider nicht ohne Folgen auch für deutsche Automobilaktien.

Elon Musk ist bekannt dafür Erwartungen zu wecken. Vollmundig verspricht er etwa seit Jahren das autonome Fahrzeug. Folgerichtig lautet der Name für das entsprechende Tesla-Assistenzsystem, das als  Autopilot verstanden wird, "Full Self-Driving" oder kurz FSD. Ins Deutsche übersetzt also so viel wie "komplett selbstfahrend". Doch komplett selbstfahrend ist bisher noch kein Tesla unterwegs. Bald aber soll es endlich so weit sein, so Musk am Mittwochabend anlässlich der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen, die für lange Gesichter bei Beobachtern und Aktionären sorgten. Wer zurückrudert, kommt nicht vorwärts. 

Keine Gespräche, nur ein Herantasten

Ähnliches Muster auch hier: Vor einem halben Jahr sorgte Musk für Aufsehen mit der Mitteilung, dass Tesla in Gesprächen mit einem großen Hersteller sei, der Interesse am Einsatz der FSD-Software habe. Jetzt sagte er auf Nachfrage, man habe sich nur herangetastet: "Ich denke, sie glauben, dass es noch nicht real ist." Dieses Jahr werde man aber den Beweis liefern, versicherte er.

Zahlen enttäuschen

In Verbindung mit einem Quartalsergebnis, das hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, bekommt Tesla ein kleines Glaubwürdigkeitsproblem. Auch wenn Musk weiterhin eine rosige Zukunft malt, die Aktionäre wenden sich momentan eher von dem Papier ab. Im New Yorker Späthandel fiel die Aktie am Mittwochabend um beinahe sechs Prozent.  

Tesla (WKN: A1CX3T)

Druck auf deutsche Autoaktien

Der schwache Tesla-Ausblick könnte auch auf andere Autobauer ausstrahlen. Mehr noch allerdings auf Aktien von Zulieferern, so ein Händler am Donnerstagmorgen. Speziell solche, die im Bereich der Elektromobilität ihre Stärken haben, könnten unter Druck geraten.

Tesla kommt allmählich in Liefernot. Der Konzern muss bessere Ergebnisse liefern - sowohl beim Zahlenwerk als auch technologisch. Die Aktie - Teil der glorreichen Magnificent 7 - fällt im Vergleich immer weiter zurück. Während Tech-Titel wie Alphabet und Microsoft von Rekordhoch zu Rekordhoch eilen, entwickelt sich die Aktie von Tesla schwach. Die Auswirkungen der gestern berichteten Ergebnisse auf die Aktien von Volkswagen, Mercedes & Co dürften sich jedoch in Grenzen halten. Für Euphorie indes sorgen sie natürlich nicht.

Hinweis auf Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz.

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