8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
10.05.2019 Jan Heusinger

Tesla: Das könnte teuer werden

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Tesla

Die letzten Zahlen von Tesla waren eine Katastrophe. Der Verlust fiel mit 700 Millionen Dollar deutlich höher aus als erwartet. Aber weder das, noch die kräftige Kapitalerhöhung konnten die Anleger abschrecken. Ganz im Gegenteil: Die Aktie drehte sogar nach oben. Doch die neuen Querelen im Handelsstreit könnte Tesla teuer zu stehen kommen.

Der Elektrobrummi, das neue Model Y und besonders die Expansion nach China verschlingen viel Geld. Laut Reuters soll allein die Gigafactory in Shanghai rund zwei Milliarden Dollar kosten. Analyst Adam Jonas von Morgan Stanley sieht die jüngste Kapitalerhöhung daher nur als Brückenfinanzierung. Seiner Meinung nach müsse Tesla spätestens nächstes Jahr mit der Produktion von günstigen Elektroflitzern in China beginnen. Hierbei stehen das Model Y und Model 3 im Fokus, da die anderen Tesla Modelle mit einer sinkenden Nachfrage zu kämpfen haben. Es hängt für Tesla also viel, wenn nicht alles, von der Gigafactory Shanghai ab.

Kein großer Player in China

Bislang spielt Tesla auf dem chinesischen Markt für Elektroautos nur eine untergeordnete Rolle. Die gegenseitigen Strafzölle haben Tesla-Fahrzeuge in China deutlich teurer und damit unattraktiver werden lassen. Sollte Xi Jinping auf die Provokationen Trumps ebenfalls mit höheren Zöllen reagieren, dürften die Absatzzahlen weiter zurückgehen.

Spannende Wette

Die Tesla-Aktie bleibt etwas für echte Fans und eine Wette auf die Mobilität der Zukunft. Technisch gesehen befindet sich die Aktie in keiner guten Lage. Der kurzfristige Abwärtstrend ist intakt. Zuletzt notierte die Aktie am unteren Ende der langfristigen Seitwärtsrange zwischen 390,00 und 240,00 US-Dollar. Anleger warten an der Seitenlinie ab!

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumenteoder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla. 

Buchtipp: Die Tesla-Methode

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