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03.09.2020 Carsten Kaletta

Steinhoff: Abstieg!

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Steinhoff

Steinhoff ist sozusagen eine unendliche Geschichte. Das neueste Kapitel hat die wenig erbauliche Überschrift „Index-Rauswurf“. Das war im Grunde abzusehen. Damit ist die ohnehin marginal anmutende Chance auf ein „Happy End“ beim hoch verschuldeten Handelskonzern weiter gesunken. Der Pennystock notiert mittlerweile unter der noch lange Zeit verteidigten 5-Cent-Marke.

Konkret wird wohl Steinhoff seinen Platz im SDAX, der Teil der Dax-Familie ist, verlieren. Der SDAX bildet 70 kleinere Unternehmen ab. Die Zusammensetzung der Indizes wird von der Deutschen Börse quartalsweise überprüft. Die entscheidenden Kriterien für Ab- und Aufsteiger in den Dax-Indizes sind die Marktkapitalisierung der frei handelbaren Aktien und der durchschnittliche Börsenumsatz der vergangenen zwölf Monate. Wer auf welchem Platz liegt, veröffentlicht die Deutsche Börse in den monatlichen Ranglisten. 

Bei Steinhoff reicht der am Streubesitz orientierte Börsenwert nicht mehr aus - ein Ausschlusskriterium. Am Donnerstagabend gibt die Deutsche Börse etwaige Änderungen in der DAX-Familie bekannt. Die Umsetzung erfolgt zum 21. September. 

Wichtig sind die Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes real nachbilden. Dort muss dann entsprechend umgestellt werden, was Einfluss auf die Aktienkurse hat. Mit dem Verlust der SDAX-Zugehörigkeit würde Steinhoff also noch tiefer im Meer der Bedeutungslosigkeit versinken.

Steinhoff (WKN: A14XB9)

Anleger sollten weiter einen großen Bogen um den Pennystock machen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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