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27.09.2021 Florian Söllner

Software-Small-Caps: Ein Abo auf Gewinne

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INTERSHOP COMMUNICATIONS AG INHABER-AKTIEN O.N.

Das Wertvolle sind wiederkehrende Umsätze. In den USA wird ein Vielfaches der deutschen Multiples dafür bezahlt.

Nicht nur Menschen stecken im Hamsterrad. Auch viele Firmen lassen permanent Hunderte Verkäufer zu Kunden laufen und Einmalprodukte verkaufen – um dann festzustellen, im nächsten Jahr beginnt das Rennen um gute Umsätze von Neuem und mit null Euro Auftragsbestand.

Der schönste Trend im Softwarebusiness sind wiederkehrende Umsätze oder Recurring Revenue. Umgangssprachlich könnte man den Ansatz Abo nennen, wenn ein Kunde einmal akquiriert und angeschlossen und dann immer wieder mit Services versorgt wird. Traummargen sind hierbei keine Seltenheit, schließlich fällt der Neu-Vertrieb weg und das digitale „Ausliefern“ per Mausklick verursacht weder Benzin- noch Portokosten.

Solche gut planbaren Geschäftsmodelle sind insbesondere bei US-Investoren heiß begehrt. Auf dem deutschen Kurszettel haben wir jedoch noch zwei verkannte Softwaretitel mit Potenzial entdeckt.

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Intershop-CEO: „Superguter Weg“

Seit Mai 2021 hat Intershop einen neuen und gut gelaunten Vorstandschef. Im Teams-Video-Call hat er vor einem Monat dem AKTIONÄR Hot Stock Report erklärt: „Wir haben unsere Nische bei der Automatisierung von Beziehungen für Geschäftskunden untereinander gefunden.“

Intershop-Kunden wie Miele oder BMW verkaufen etwa Ersatzteile über das Internet. „Mittlerweile können in der Industrie Gabelstapler oder Werkzeugmaschinen so konfiguriert und gekauft werden, wie etwa ein Tesla von Endkunden übers Internet ausgewählt wird.“

Wiederkehrende Umsätze boomen

Intershop erhält eine Umsatzbeteiligung oder transaktionsbasierte Vergütungen. Der Clou sind wertvolle wiederkehrende Umsätze. „Unser Vergütungsmodell ist hochattraktiv. Ich sehe uns auf einem superguten Weg.“ Der Optimismus hat einen guten Grund: Der Cloud-Auftragseingang belief sich bis Mitte 2021 auf 9,7 Millionen Euro (+ 31 Prozent). Der reine, wiederkehrende Umsatz stieg um 44 Prozent auf elf Millionen Euro. Anhand von Vertragsdetails und der Aussage „2022 erwarte ich weiterhin Dynamik und Wachstum“ halten wir es für möglich, dass 2023 schon 20 Millionen Euro Cloud-Umsätze drin sind.

Im Silicon Valley werden für solche Umsätze Multiples von bis zu 18 aufgerufen – das wäre theoretisch ein Wert von Intershop von 360 Millionen Euro im Jahr 2023, eine Verfünffachung der Marktkapitalisierung. Es gibt auch Risiken. Die Konkurrenz ist mit SAP, Salesforce und Co groß.

OTRS-CEO: Mutige Prognose

Auch Softwarespezialist OTRS wird gerade neu bewertet. OTRS bieten seinen Kunden etwa Lösungen, um den Herausforderungen der Digitalisierung und Cyberkriminalität zu begegnen.

Bereits zum ersten Halbjahr erhöhten sich die wiederkehrenden Umsätze um 13 Prozent auf 8,9 Millionen Euro. Wichtig: Der Anteil der wiederkehrenden Erlöse lag schon bei 91 Prozent. Und OTRS stellt gerade sein Modell um: Für bisher kostenlose Software soll bezahlt werden.

Wir hatten im Mai mit CEO André Mindermann gesprochen. Seine Aussage: „Wenn nur fünf Prozent der Kunden der freien Software in unser kostenpflichtiges Abo wechseln würden, dann könnte OTRS theoretisch auf ein Umsatzniveau von 100 Millionen Euro wachsen.“ Der Börsenwert liegt trotz der jüngsten Rallye erst bei 30 Millionen Euro.

Zwei heiße Small Caps

Die Hot-Stock-Report-Altempfehlung OTRS hat sich seit 2020 verdoppelt, auch der Chart von Intershop steigt steil. Dennoch besteht für geduldige Investoren noch Potenzial. Denn wiederkehrende Umsätze sind für Intershop und OTRS ein Abo auf langfristig sichere Gewinne.

Dieser Artikel ist in DER AKTIONÄR Nr. 39/2021 erschienen, welches Sie hier als PDF gesamt herunterladen können.

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