Shell mit ersten Q4-Zahlen

Shell mit ersten Q4-Zahlen
Foto: josefkubes/Shutterstock
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Thorsten Küfner 08.01.2026, 14:31 Thorsten Küfner

Der britische Energieriese Shell hat zum Jahresende die Folgen des spürbaren Rückgangs der Ölpreise zu spüren bekommen. In einem Zwischenbericht machte der britische Konzern deutlich, dass die Ergebnisse aus dem Ölgeschäft im Schlussquartal 2025 voraussichtlich klar hinter denen des dritten Quartals zurückbleiben werden.

Dies gilt trotz einer im Vergleich zum Vorquartal leicht höheren Fördermenge. Der Preisverfall an den Ölmärkten habe die Ertragslage belastet, teilte Shell mit. Nach Angaben des Unternehmens lag die tägliche Fördermenge im vierten Quartal 2025 schätzungsweise zwischen 1,84 und 1,94 Millionen Barrel Öläquivalent. Diese Kennzahl dient in der Branche dazu, die Energieproduktion aus unterschiedlichen fossilen Quellen wie Rohöl, Erdgas oder Flüssiggas vergleichbar darzustellen. Im dritten Quartal hatte Shell noch eine Förderung von rund 1,83 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag ausgewiesen.

Die zurückhaltenden Aussagen zum operativen Ergebnis kamen am Markt nicht gut an. Die Shell-Aktie geriet im heutigen Handel spürbar unter Druck und gibt fast drei Prozent nach. Anleger reagierten damit auf die Aussicht auf schwächere Gewinne im Ölsegment, das weiterhin eine zentrale Ertragssäule des Konzerns darstellt. Detaillierte Einblicke in die Geschäftsentwicklung will Shell mit der Vorlage der vollständigen Quartalszahlen geben. Diese sollen am 5. Februar veröffentlicht werden.

Indes gab es einen weiteren positiven Analystenkommentar von Barclays. So hat deren Expertin Lydia Rainforth ihr Anlagevotum mit "Overweight" bestätigt. Den fairen Wert sieht sie erst bei 4.000 Britische Pence (umgerechnet 46,16 Euro) erreicht. Sie wurde von Shells Zwischenbericht leicht negativ überrascht. Allerdings sei im operativen Geschäft ihrer Ansicht nach alles im Lot, weshalb sie weiterhin zum Kauf rät.

Shell (WKN: A3C99G)

Das Marktumfeld für Shell bleibt auch im neuen Jahr herausfordernd. Ein Einstieg drängt sich aktuell nicht akut auf, langfristig betrachtet hat die Aktie des breit aufgestellten Energieriesen aber durchaus Luft nach oben. Wer bei der günstig bewerteten Dividendenperle bereits investiert ist, bleibt dabei und belässt den Stoppkurs bei 24,00 Euro. 

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