Die anhaltend hohen Öl- und Gaspreise verleihen den Energiekonzernen wie etwa Shell derzeit kräftigen Rückenwind. Dementsprechend geht es mit dem Aktienkurs des britischen Unternehmens immer weiter nach oben. Und nun steht die Shell-Aktie kurz vor dem Sprung auf ein neues Mehrmonats-Hoch.
Darüber hinaus haben nun auch die Dieselfutures in den USA ein neues 4-Jahrshoch erreicht., weil sich angesichts der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten eine globale Knappheit des Kraftstoffs abzeichnet. Auch an den US-Tankstellen macht sich der Preisanstieg bereits deutlich bemerkbar. Nach Angaben der American Automobile Association kostete eine Gallone Diesel zuletzt durchschnittlich 5,63 US-Dollar. Damit bewegt sich der Preis nur knapp unter dem höchsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs. Nach Einschätzung von Analysten könnte die Marke von 5,80 US-Dollar schon bald fallen. Dieses Niveau wurde zuletzt 2022 erreicht, als der russische Angriff auf die Ukraine die Energiemärkte massiv unter Druck setzte.
Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung am Terminmarkt. Der Oktober-Kontrakt auf Nymex-ULSD legte am Dienstag um 6 Prozent auf 4,6773 US-Dollar je Gallone zu. Es war bereits der fünfte Handelstag in Folge mit einem Plus. Gleichzeitig markierte der Kontrakt den höchsten Abrechnungskurs seit dem 29. April 2022.
Im Zuge dessen ging es mit der Shell-Aktie weiter nach oben. An der Londoner Heimatbörse stieg der Kurs weiter und notiert nun mit 3.432 Britischen Pence (umgerechnet 40,04 Euro) nur noch knapp unter dem August-Hoch bei 3.459 Pence. Sollte diese Marke genommen werden, dürfte es zu einem Angriff auf das bisherige Allzeithoch bei 3.591 Pence kommen.
DER AKTIONÄR ist für die Anteilscheine von Shell grundsätzlich zuversichtlich gestimmt. Denn dem britischen Energieriesen spielt das aktuelle Marktumfeld natürlich voll in die Karten. Der Konzern ist sehr breit und strategisch sinnvoll aufgestellt. Zudem verfügt Shell über eine solide Bilanz und ist darüber hinaus mit einem KGV von lediglich 8 günstig bewertet. Auch die Dividendenrendite kann sich mit vier Prozent durchaus sehen lassen. Kurzum: Wer bei der Aktie bereits investiert ist, sollte dabeibleiben und kann den Stoppkurs vorerst noch bei 27,00 Euro belassen.
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