Die Öl- und Gaspreise ziehen in dieser Handelswoche wieder deutlich an und mit ihnen die Aktienkurse von Energieproduzenten wie beispielsweise Shell. Doch trotz des jüngsten Kursanstiegs sind die Anteilscheine des britischen Unternehmens immer noch mit einem einstelligen KGV bewertet. So muss lediglich der achtfache Jahresgewinn auf den Tisch gelegt werden.
Auch deshalb zeigen sich die Experten der Privatbank Berenberg zuversichtlich gestimmt. So hat deren Analyst Henry Tarr sein Anlagevotum für die Shell-Papiere nach dem Update zum Geschäftsverlauf im zweiten Quartal mit "Buy" bestätigt. Den fairen Wert beziffert er unverändert auf 4.000 Britische Pence (umgerechnet 46,84 Euro), was knapp 31 Prozent über dem aktuellen Kursniveau liegt. Tarr erklärte, dass Shells Zwischenbericht auf ein gutes Margenumfeld im Downstream-Geschäft hindeutet. Darüber hinaus sind starke Ergebnisse im Segment Trading & Optimisation zu erwarten, ebenso in der Ölsparte und im Bereich Flüssiggas. Er geht davon aus, dass die Briten im zweiten Quartal einen außergewöhnlich hohen Cashflow erwirtschaftet haben werden. Für das dritte Quartal rechnet er damit, dass Shell auch weiterhin von hohen Gaspreisen profitieren wird.
Auch DER AKTIONÄR ist für die Anteilscheine von Shell grundsätzlich zuversichtlich gestimmt. Denn der britische Energieriese ist sehr breit und strategisch sinnvoll aufgestellt. Zudem verfügt Shell über eine solide Bilanz und ist darüber hinaus mit einem KGV von lediglich 8 günstig bewertet. Auch die Dividendenrendite kann sich mit vier Prozent durchaus sehen lassen. Kurzum: Wer bei der Aktie bereits investiert ist, sollte dabeibleiben und kann den Stoppkurs bei 27,00 Euro belassen.
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Heute, 15:40