Gesunkene Ölpreise schicken Ölaktien auf Talfahrt – Shell zeigt trotzdem Stärke

Gesunkene Ölpreise schicken Ölaktien auf Talfahrt – Shell zeigt trotzdem Stärke
Foto: Maksim Safaniuk/Shutterstock
Shell Plc -%
Marion Schlegel Heute, 19:14 Marion Schlegel

Ölaktien standen im heutigen Handel deutlich unter Druck. Kräftig gesunkene Ölpreise haben die Titel belastet. Auch der britische Ölriese Shell musste zum Handelsstart deutliche Verluste einstecken. Fast zehn Prozent knickte das Papier zeitweise ein. Zuletzt konnte aber ein Großteil der Verluste wieder wettgemacht werden. Das Unternehmen hat am Vormittag auch seine Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt.

Shell stellt für das erste Quartal 2026 nicht zuletzt dank der in den vergangenen Wochen deutlich gestiegenen Ölpreise ein kräftiges Gewinnplus in Aussicht. Vor allem das Geschäft mit Tankstellen und Vertrieb dürfte im Zeitraum von Januar bis März spürbar stärker abgeschnitten haben als ein Jahr zuvor. Konkrete Zahlen legt der Konzern am 7. Mai vor.

Shell (WKN: A3C99G)

Doch der Konflikt im Nahen Osten hat auch Schattenseiten für den Energieriesen. Nach einem Angriff auf die Gasverflüssigungsanlage Pearl in Katar musste Shell seine Förderprognose für Gas senken. Teile der Anlage wurden beschädigt, die Instandsetzung dürfte etwa ein Jahr dauern. Die Produktion von Erdgas dürfte auf 880.000 bis 920.000 Barrel Öläquivalent pro Tag sinken, nach 948.000 im Vorquartal.

Die Erwartungen für die LNG-Produktion wurden hingegen nur leicht nach unten angepasst. Die Verflüssigungsmengen werden mit 7,6 bis 8,0 Millionen Tonnen leicht unter dem Niveau des Vorquartals erwartet. Während das Projekt LNG Canada hochfährt, bremsen Wetterprobleme in Australien und Ausfälle in Katar.

QatarEnergy hatte bereits Anfang März die Produktion aller LNG-Anlagen gestoppt und höhere Gewalt erklärt. Als weltweit führender LNG-Händler ist Shell entsprechend stark betroffen. Die vollständigen Quartalszahlen will der Konzern am 7. Mai vorlegen.

Die Aktie von Shell konnte sich im heutigen Tagesverlauf wieder stabilisieren. Derzeit notiert sie noch rund vier Prozent im Minus. Damit notiert die Aktie weiter in Schlagdistanz zum Ende März bei 41,33 Euro markierten Hoch. Anleger bleiben weiter investiert – seit der Empfehlung des AKTIONÄR liegt die Aktie immer noch rund 35 Prozent im Plus. Favoriten im europäischen Sektor bleiben aber TotalEnergies, Repsol oder Equinor.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Shell - €

Aktuelle Ausgabe

Dividenden statt Krise: 5 starke Zahler im Fokus

Nr. 16/26 8,90 €
Paypal Sofortkauf Im Shop kaufen Sie erhalten einen Download-Link per E-Mail. Außerdem können Sie gekaufte E-Paper in Ihrem Konto herunterladen.

Buchtipp: Alles, was Sie über Trading wissen müssen

Wie kann ich systematisch mit Trading Geld verdienen? Es gibt zahlreiche Bücher, die Antworten auf diese Frage versprechen. Doch Dr. Alexander Elders „Trading-Bibel“ gilt als eines der besten und lohnenswertesten. Woran liegt das? Aus jeder Zeile spricht der Profi, der alles, was er empfiehlt, selbst erfolgreich umsetzt. Sämtliche Aspekte erfolgreichen Tradings werden erläutert. Und, last, but not least: Dr. Elder legt schonungslos den Finger in die Wunden erfolgloser Trader – mit dem Ziel, seine Leser zu besseren Tradern zu machen. Individuelle und Massenpsychologie; Chartanalyse; Technische Analyse mittels Computer; Volumen und Zeit; Marktindikatoren; Trading-Systeme; Trading-Vehikel; Risikomanagement; praktische Details; Trade-Dokumentation – in elf Kapiteln mit zahlreichen farbigen Charts bekommen Sie die Grundlagen erfolgreichen Tradings an die Hand.

Alles, was Sie über Trading wissen müssen

Autoren: Elder, Alexander
Seitenanzahl: 352
Erscheinungstermin: 01.04.2021
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-712-4

Preis: 59,00 €