02.02.2015 Andreas Deutsch

Schock für die Börse: Falscher Sieger beim Super Bowl

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70.288 im Stadion, rund 100 Millionen Amerikaner vor dem Fernseher. Der Super Bowl ist eines der sportlichen Großereignisse in den USA. Das dramatische Finale am Sonntag gewannen die New England Patriots – und das ist Pech für die Börsianer.

Sebastian Vollmer hat als erster Deutscher den Super Bowl der Nationall Football League NFL gewonnen. Sein Team, die New England Patriots, bezwangen Titelverteidiger Seattle Seahawks mit 28:24. Bis acht Minuten vor Spielende hatten die Patriots noch 14:24 zurückgelegen. Doch Danny Amendola und Julian Edelmann gelang es dann, mit zwei Touchdowns die Partie zu drehen.

80 Prozent Trefferquote

Warum das die Börsianer interessieren sollte, fragen Sie? Der Super-Bowl-Indikator, Mitte der 70er Jahre von der New York Times erfunden, ist ein viel beachteter Börsenindikator mit einer hohen Trefferquote. In den vergangenen 41 Jahren traf die Prognose 33 Mal zu.

So funktioniert der Super-Bowl-Indikator: Die Football-Liga NFL besteht aus zwei Teilen, den sogenannten Conferences. Die waren früher eigenständig und bildeten irgendwann die American Football League beziehungsweise die alte NFL. Der Super-Bowl-Indikator besagt: Gewinnt eine Mannschaft aus der ehemaligen American Football League, werden die Aktienkurse bis zum Jahresende fallen. Gewinnt ein Team aus der ehemaligen NFL, werden sie steigen.

Die New England Patriots sind ein Team aus der ehemaligen American Football League.

In den vergangenen fünf Jahren bewahrheitete sich der Super-Bowl-Indikator übrigens viermal. 2010, 2011, 2012 und 2014 gewann ein Team aus der ehemaligen NFL. Der Dow Jones stieg folglich um zwölf, sechs, sechs und acht Prozent. Ein Trost für die Börsianer: 2013 lag der Indikator so was von falsch: Einem Sieg eines ehemaligen AFL-Teams folgte eine berauschende Rallye im Dow – am Jahresende stand ein Kursplus von 27 Prozent zu Buche.

Das Video zum Thema.

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