01.02.2019 Marion Schlegel

Sarepta Therapeutics: Biotech-Highflyer mit 43%-Chance

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Sarepta Therapeutics
Trendthema

Die Aktie von Sarepta hatte sich seit Anfang 2017 zwischenzeitlich versiebenfacht, in den vergangenen Monaten vollzog der Wert eine gesunde Konsolidierung. Diese könnte nun aber abgeschlossen sein. Mit dem jüngsten Kursanstieg über die 200-Tage-Linie hat das Papier ein Kaufsignal generiert. Profitiert hat die Aktie dabei von einer Kaufempfehlung des Analystenhauses Piper Jaffray im Vorfeld der bevorstehenden Gliedergürteldystrophie-(LGMD)-Daten. Piper Jaffray erhöhte das Kursziel von 168 Dollar auf 200 Dollar, was beim aktuellen Kurs ein Potenzial von 43 Prozent bedeutet. Noch etwas optimistischer zeigt sich das Analystenhaus Fitzgerald mit einem Kursziel von 217 Dollar. Viele Marktteilnehmer hatten bereits auf der JP Morgan Healthcare Conference Anfang Januar auf die LGMD-Daten gehofft, weswegen die Aktie im Januar vorübergehend unter Druck stand.

Im Fokus steht bei Sarepta zudem das bislang einzige zugelassene Medikament Exondys 51. Zwar lag das Unternehmen mit den Verkäufen hier im vierten Quartal mit 84,4 Millionen Dollar minimal unter den Erwartungen des Marktes von 84,7 Millionen Dollar, der Kurs stimmt aber ganz klar. Wichtig ist nun eine schnelle Zulassung von Casimersen und Golodiresen. Mit allen drei Medikamenten kann Sarepta dann rund 30 Prozent aller Erkrankten mit Duchenne Muskeldystrophie therapieren. Das Potenzial ist gigantisch.

Top-Wert mit einem Schuss Übernahmefantasie

DER AKTIONÄR zählt Sarepta weiter ganz klar zu den aussichtsreichsten Biotechtiteln. Aufgrund der enorm starken Pipeline kommt Sarepta aber darüber hinaus durchaus aus als interessanter Übernahmekandidat in Frage. DER AKTIONÄR empfiehlt deswegen ganz klar, bei der Biotechaktie an Bord zu bleiben, wenngleich man den spekulativen Charakter dennoch nicht außer Acht lassen sollte. Ein Stopp bei 78 Euro sichert die Position nach unten ab. Nächstes Kursziel ist das Oktoberhoch 2018 bei 165,87 Dollar.