08.01.2019 Michel Doepke

Sarepta-Aktie unter Beschuss – Kaufchance!

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Sarepta Therapeutics
Trendthema

Der Knoten ist bei Sarepta auf der JP Morgan Healthcare Conference nicht geplatzt. Mögliche frische Gentherapie-Daten lassen weiter auf sich warten und die Verkäufe im vierten Quartal 2018 des bis dato einzig zugelassenen Produktes gegen die Muskeldystrophie Typ Duchenne, Exondys 51, lagen leicht unter den Erwartungen. Die Folge: Nach einem kräftigen Kursplus drehte die Sarepta-Aktie deutlich ins Minus. Für den AKTIONÄR und einigen Analysten eine übertriebene Reaktion.

RBC-Analyst sieht Kaufchance

Dass Sarepta nicht die lang ersehnten LGMD-Daten und keine Details zum Fahrplan zur Mikrodystrophin-Gentherapie präsentierte, sorgte bei dem ein oder anderen Investor für Verwirrung. RBC-Analyst Brian Abrahams sieht nach der Konferenz und dem Kursrücksetzer eine Kaufchance bei Sarepta.

Dafür publizierte Sarepta vorläufige Verkaufszahlen von Exondys 51. Die Schätzung von 84,7 Millionen Dollar verfehlte die Biotech-Gesellschaft knapp mit 84,4 Millionen Dollar. Damit wird sich der Jahresumsatz um die 301 Millionen Dollar bewegen. Kein Beinbruch! Wichtiger: Eine schnelle Zulassung von Casimersen und Golodirsen. Mit allen drei Medikamenten kann Sarepta dann rund 30 Prozent aller Erkrankten mit Duchenne Muskeldystrophie therapieren.

Spekulativ kaufen

Auch wenn das erhoffte News-Feuerwerk bei Sarepta ausblieb: Die kommenden Monate werden hochspannend. Kann das Biotech-Unternehmen an das Erfolgsjahr 2018 anknüpfen, sollte die Aktie wieder durchstarten. On top gibt es einen Schuss Übernahmefantasie. Zur Absicherung dient ein Stopp bei 78,00 Euro.