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26.01.2011 Florian Westermann

SAP: Endlich der Ausbruch nach den Zahlen?

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DAX

Der Softwarekonzern SAP hat detaillierte Ergebnisse für das Schlussquartal präsentiert. Angesichts der guten Geschäftsentwicklung soll die Dividende deutlich steigen. 2011 dürfte die Erfolgsgeschichte weitergehen.

Die Aktie von SAP läuft seit Tagen in einer Seitwärtsrange. Daran können vorerst auch die heute präsentierten Zahlen für das vierte Quartal nichts ändern. Bereits Mitte des Monats wurden die Eckdaten veröffentlicht. Wie SAP erklärte, stieg der Gesamtumsatz (IFRS) um 27 Prozent auf 4,06 Milliarden Euro. Dabei legten die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse um 28 Prozent auf 3,27 Milliarden Euro zu. Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) konnte um 42 Prozent auf 1,61 Milliarden Euro und die operative Marge um 3,8 Prozentpunkte auf 39,3 Prozent verbessert werden. Der Gewinn nach Steuern (Non-IFRS) schoss um 45 Prozent auf 1,10 Milliarden Euro in die Höhe. Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung wird der Vorstand dem Aufsichtsrat eine Erhöhung der Dividende um 20 Prozent auf 0,60 Euro je Aktie vorschlagen.

Ausblick

Ohne den Einfluss von Wechselkursen rechnet SAP für 2011 mit einem Anstieg der Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse (Non-IFRS) um zehn bis 14 Prozent. Gleichzeitig soll das Betriebsergebnis, ebenfalls ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten und auf Non-IFRS-Basis, von vier Milliarden Euro auf 4,45 bis 4,65 Milliarden Euro steigen.

Rekordstrafe auf dem Prüfstand

Im November des vergangenen Jahres hat ein amerikanisches Gericht SAP im Datenklau-Prozess gegen Oracle zu einer Rekordstrafe in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar verurteilt. SAP beabsichtigt, sich gegen diese Gerichtsentscheidung zur Wehr zu setzen. In den kommenden Wochen wird der Konzern Anträge auf eine Reduzierung der Schadensersatzzahlung stellen und je nach Bescheid auch eine Berufung in Erwägung ziehen.

Einschätzung bestätigt

Die SAP-Aktie befindet sich seit Ende 2008 in einem Aufwärtstrend. Die vorgelegten Ergebnisse und der Ausblick konnten überzeugen. DER AKTIONÄR hält daher an seinem Kursziel von 45 Euro fest. Der Stoppkurs sollte bei 32 Euro gesetzt werden.

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