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Rüstung schlägt Luxus: Rheinmetall verdrängt Kering

Rüstung schlägt Luxus: Rheinmetall verdrängt Kering
Foto: NurPhoto/Ying Tang/picture alliance/dpa
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Marion Schlegel 03.06.2025, 06:57 Marion Schlegel

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall wird noch im Juni in den Eurzonen-Leitindex EuroStoxx 50 aufgenommen und ersetzt dort den französischen Luxusgüterhersteller Kering. Wie Analyst Pankaj Gupta von von der US-Investmentbank JPMorgan in einer aktuellen Studie erklärt, ist die Entscheidung nun wie erwartet gefallen. Die Indexanpassung erfolgt nach Handelsschluss am Freitag, den 20. Juni.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Rheinmetall profitiert bereits seit geraumer Zeit von den deutlich gestiegenen Verteidigungsausgaben westlicher Staaten, die im Zuge des Russland-Ukraine-Kriegs weiter zunehmen. Mit Blick auf umfangreiche, bereits angekündigte Rüstungsinvestitionen – insbesondere in Deutschland – setzen Investoren auf eine Fortsetzung des Wachstums. Die Aktie des Konzerns hat sich allein im laufenden Jahr bereits mehr als verdreifacht.

Seit Februar 2022, dem Beginn des Ukrainekriegs, ist der Börsenwert Rheinmetalls explosionsartig gestiegen: Mittlerweile wird das Unternehmen mit über 80 Milliarden Euro bewertet – rund das 20-Fache des damaligen Werts. Kering hingegen kämpft mit Schwierigkeiten bei seiner Schlüsselmarke Gucci. Der Aktienkurs befindet sich seit Monaten im Sinkflug, der Börsenwert ist auf etwas über 20 Milliarden Euro gefallen. Dementsprechend muss Kering für Rheinmetall aus dem EuroStoxx 50 weichen.

Für ETFs oder Fonds mit realer Indexnachbildung haben die Indexänderung direkte Konsequenzen: Sie müssen ihre Portfolios anpassen, was zusätzliche Kursbewegungen auslösen kann.

Kering (WKN: 851223)

Die Aktie von Rheinmetall hat sich seit der Empfehlung des AKTIONÄR im August 2022 bei 161,40 Euro mittlerweile mehr als verzehnfacht. Insgesamt bleiben die Aussichten gut, Anleger können aber nach der extrem starken Rally über Teilgewinnmitnahmen nachdenken. Kering befindet sich nicht auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Kering.

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