++ 7 starke Aktien trotzen der Krise ++

Rücksetzer als Chance: Dieser Hidden Champion behält den Durchblick

Rücksetzer als Chance: Dieser Hidden Champion behält den Durchblick
Foto: ktsimage/iStockphoto
Michael Schröder 31.03.2026, 10:01 Michael Schröder

Nach mehreren schwachen Jahren ist diesem Unternehmen die Rückkehr auf einen profitablen Wachstumspfad gelungen. Für das laufende Jahr zeigt sich der Vorstand wie erwartet vorsichtig optimistisch. Anleger reagieren verschnupft – zu Unrecht?

Die Rede ist von Basler: Als Spezialist für Computer Vision verleiht das Unternehmen mit seinen Industriekameras und Bildverarbeitungslösungen Produktionslinien die Fähigkeit zu sehen. Computer lernen, Bilder und Videos zu analysieren und zu verstehen – ähnlich wie das menschliche Auge und Gehirn. Mit seinen Produkten und Lösungen macht Basler industrielle Herstellungsprozesse schneller, präziser und effizienter.

Der Spezialist für Oberflächeninspektion hat die im Jahresverlauf zweimal angehobene Prognose für das Geschäftsjahr 2025 am oberen Ende erreicht. Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 224,5 Millionen Euro. Gleichzeitig verbesserte sich die Profitabilität deutlich: Die EBIT-Marge erreichte 7,9 Prozent. Unter dem Strich stand ein Jahresüberschuss von 11,6 Millionen Euro nach einem Verlust von 14,2 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie drehte auf 0,38 Euro, der freie Cashflow verbesserte sich deutlich auf 18,5 Millionen Euro.

Treiber waren vor allem größere Kundenprojekte in China und den USA, insbesondere in den Bereichen Logistik, KI-Hardware und Batterieproduktion. Zudem zog das Europageschäft im zweiten Halbjahr an.

Um weiteres Wachstumspotenzial zu erschließen und gleichzeitig die Zyklizität des Geschäfts zu reduzieren, treibt Basler die Expansion in Märkte außerhalb der klassischen Fabrikautomation gezielt voran, etwa in der Medizin- und Verkehrstechnik. Zugleich entwickelt sich die Computer-Vision-Technologie stetig weiter. Basler investiert daher jährlich bis zu 15 Prozent des Umsatzes in den Ausbau und die Weiterentwicklung seines Produktportfolios.

Basler (WKN: 510200)

Für das laufende Jahr zeigt sich der Vorstand wie erwartet vorsichtig optimistisch. Der Umsatz soll 2026 zwischen 232 und 257 Millionen Euro liegen, die EBIT-Marge wird in einer Bandbreite von 6,5 bis 10,0 Prozent erwartet. Während das erste Quartal aufgrund eines starken Auftragseingangs überdurchschnittlich ausfallen dürfte, bleibt die Visibilität für den weiteren Jahresverlauf begrenzt.

Der Mittelwert der EBIT-Spanne von 8,25 Prozent liegt zwar unter den höheren Erwartungen der Analysten, die im Mittel eher bei rund 10,0 Prozent liegen. Für das erste Quartal erwartet Basler allerdings eine EBIT-Marge von über 10,0 Prozent. Zudem könnten die Planvorgaben mit steigender Visibilität im Laufe des Jahres erneut nachgebessert werden. Am Ende könnte der Gewinn je Aktie bei Erlösen von rund 250 Millionen Euro auf über 0,50 Euro steigen – getragen von der verbesserten Nachfrage und den in den vergangenen Jahren eingeleiteten Effizienzmaßnahmen. 

Die Richtung stimmt: Nach erfolgreicher Restrukturierung ist Basler die Rückkehr auf einen profitablen Wachstumspfad gelungen. Nach dem jüngsten Rücksetzer sollte sich die Aktie des Hidden Champions schon bald stabilisieren und wieder in den Vorwärtsgang schalten. Anleger mit Weitblick sollten die Titel daher in jedem Fall im Auge oder im Depot behalten. 

Hinweis auf Interessenkonflikte: Aktien von Basler befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG. 

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