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09.03.2017 Thomas Bergmann

Rote Vorzeichen im DAX - was macht Draghi?

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DAX

Umgekehrte Vorzeichen in Fernost, Wall Street im Minus - der DAX startet nach den schwächeren Vorgaben mit einem leichten Minus in den Handel. Zurückhaltung ist angesagt vor dem wichtigen Treffen der europäischen Notenbanker. Der Markt stellt sich die Frage, wie EZB-Chef Mario Draghi die Fortführung seiner bisherigen Geldpolitik begründen wird.

In Asien schloss der Nikkei als eine der wenigen Börsen im Plus - die chinesische Inflationsrate lag im Februar bei nur 0,8 (erwartet: 1,7) Prozent und belastete die Börsen in Shanghai und Hong Kong. Der Dow verlor am Vorabend 0,3 Prozent auf 20.855 Zähler.

Wichtziges EZB-Treffen

Hierzulande warten die Anleger gespannt auf Draghi.Änderungen am Zinssatz oder am QE-Programm werden nicht erwartet. Jedoch will der Markt sehen, wie die Zentralbank auf die jüngsten Konjunkturdaten aus der Eurozone reagiert. Diese lagen in den zurückliegenden Monaten des Öfteren über den Erwartungen des Marktes, was Spekulationen über ein früheres Ende des QE-Programmes nährte.

Draghi kann aber aus dem Programm nicht aussteigen, da dies in Südeuropa ein Inferno auslösen würde. Die Zentralbank wird deshalb auf die Kerninflationsrate verweisen, die noch immer bei 0.9 Prozent, dem gleichen Niveau wie auch schon vor zwei Jahren, liegt.

Wahlen voraus

Angesichts der Unsicherheit über die weitere Geldpolitik in Europa verwundert die DAX-Entwicklung kaum. So langsam dürfte sich der eine oder andere Investor auch Gedanken über die nächsten Wahlen auf dem alten Kontinent machen. Wilders in den Niederlanden und Le Pen in Frankfreich sind eine Gefahr für den Euro und damit den Gesamtmarkt. Insbesondere der Wahl in Frankreich (23. April) messen Experten eine hohe Bedeutung bei.

Aus DAX-Sicht gibt es im Moment keinen Handlungsbedarf. Der Schein mit der WKN DGK3M5 notiert zwar leicht im Minus, die Chancen auf einen Anstieg bis zum Allzeithoch sind weiterhin groß. Der Stoppkurs wurde bei 9,00 Euro platziert.

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