Rheinmetall: Startschuss für neue Produktionsstätte – Aktie auf Tuchfühlung zum Allzeithoch

Rheinmetall: Startschuss für neue Produktionsstätte – Aktie auf Tuchfühlung zum Allzeithoch
Foto: Shutterstock
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Marion Schlegel 11.06.2024, 08:04 Marion Schlegel

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall und die Ukraine haben nach Angaben aus Kiew einen ersten gemeinsamen Panzer-Reparaturbetrieb und eine Produktionsstätte eröffnet. Es seien die Schlüssel zur Werkstatt für die Reparatur und Wartung des Schützenpanzers Marder übergeben worden, teilte das ukrainische Ministerium für strategische Industriezweige am Montag in Kiew mit.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Auf einem vom Ministerium veröffentlichten Foto war auch Rheinmetall-Chef Armin Papperger in schusssicherer Weste zu sehen. Im Mai vorigen Jahres hatte Rheinmetall bereits eine Gemeinschaftsfirma mit dem ukrainischen Rüstungskonzern Ukroboronprom für die Reparatur und Wartung von gepanzerten Fahrzeugen in der Ukraine gegründet.

Nach Angaben des Kiewer Verteidigungsministeriums ermöglicht das erste gemeinsame Servicezentrum eine schnelle Reparatur und Wartung von deutschem Gerät direkt in der Ukraine. Das solle die Effizienz der Streitkräfte erheblich steigern. In der gemeinsamen Produktionsstätte arbeiten ukrainische Spezialisten, während Vertreter des deutschen Unternehmens die technische Aufsicht übernehmen, wie es in einer Mitteilung hieß.

"Für uns ist es sehr wichtig, die Ukraine effizient und zuverlässig zu unterstützen", sagte Papperger der ukrainischen Mitteilung zufolge. Ersatzteile sollten schnell geliefert werden. Nach einer früheren Rheinmetall-Mitteilung soll die Kooperation auf die gemeinsame Herstellung ausgewählter Produkte des deutschen Konzerns in der Ukraine ausgeweitet werden.

Die Aktie von Rheinmetall hat sich seit Anfang 2022 extrem stark entwickelt – das Papier konnte sich seitdem fast versiebenfachen. Allein im 52-Wochen-Vergleich notiert die Aktie von Rheinmetall über 120 Prozent im Plus. Im April dieses Jahres hat die Aktie bei 571,80 Euro ein Rekordhoch erzielen können. Seitdem ist das Papier in einen Seitwärtstrend übergegangen.

Aus Sich des AKTIONÄR sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Aktie wieder Fahrt aufnimmt und sich in neue Rekordhöhen schwingt. Die Auftragslage stimmt, dies sollte sich auch bald wieder in höheren Kursen widerspiegeln. Die Aktie gehört zu den spannendsten Werten im DAX.

Enthält Material von dpa-AFX

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