Rheinmetall: Starke News im Doppelpack

Rheinmetall: Starke News im Doppelpack
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Marion Schlegel 02.01.2023, 15:55 Marion Schlegel

Die Aktie von Rheinmetall kann an ihre starke Vorstellung vom vergangenen Jahr anknüpfen. Mit plus 124 Prozent war die Aktie die mit Abstand stärkste im vergangenen Jahr. Und auch am ersten Handelstag 2023 lag das Papier vorne. Gemeinsam mit TAG Immobilien führte Rheinmetall mit plus 5,9 Prozent die Gewinnerliste des Tages an.

Dabei profitierte der Rüstungskonzern und Autozulieferer von guten News. Rheinmetall hat einen Auftrag für Schaltschutz-Teile in Elektroautos eingeheimst. Der Auftrag hat einen Gesamtwert von über einer Viertelmilliarde Euro, wie das MDAX-Unternehmen am Montag in Düsseldorf mitteilte. Rheinmetall beliefert einen deutschen Premiumhersteller mit Schaltschützen für eine neue Elektroautoplattform ab 2025. Schaltschütze sollen das sichere Ein- und Ausschalten von Elektrofahrzeugen mit einem Hochvoltbordnetz von 900 Volt ermöglichen. Den Namen des Kunden nannte Rheinmetall nicht.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Vergangene Woche hatte der Konzern einen Großauftrag über 770 Millionen Euro von einem Industriekunden für Kältemittelverdichter vermeldet – ebenfalls ein Auftrag aus dem nicht-militärischen Bereich des Konzerns.

Seit dem Ausbruch des Krieges von Russland gegen die Ukraine und dem Vorhaben der Bundesregierung, die Bundeswehr mit Sondermitteln von 100 Milliarden Euro aufzurüsten, steht vor allem die Rüstungssparte der Düsseldorfer bei Anlegern im Blick. Den Bereich für die Autozulieferung hat Rheinmetall in den vergangenen Jahren deutlich verschlankt, will aber auf Zukunftsfeldern wie mit der Elektromobilität auch gute Geschäfte außerhalb der Verteidigung machen.

Gute Nachrichten gab es zudem vom zuletzt in der Kritik gestandenen Schützenpanzer Puma. Die bei einer Schießübung ausgefallenen Schützenpanzer sind fast alle wieder repariert. "Die Befundung der Fahrzeuge wurde Ende vergangener Woche abgeschlossen, fast alle Schäden waren Bagatellen", sagte ein Sprecher des Herstellers Rheinmetall am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin auf Anfrage. Und: "Von 18 Fahrzeugen fahren 17 wieder." Eine umfassende Reparatur sei nur an einem der Fahrzeuge nötig, das einen Kabelbrand gehabt habe.

DER AKTIONÄR empfiehlt die Gewinne weiter laufen zu lassen. Die Aussichten bleiben sowohl im Rüstungs- als auch Automobilbereich gut. Die Rüstungsausgaben bleiben hoch, was Rheinmetall weiter stützen dürfte. Auch eine zu erwartende Erholung im Autosektor würde beflügeln.

(Mit Material von dpa-AFX)

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