Rheinmetall: Ein schlechtes Zeichen

Rheinmetall: Ein schlechtes Zeichen
Foto: CHROMORANGE/Michael Bihlmayer/dpa/picture alliance
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Maximilian Völkl 16.09.2024, 09:10 Maximilian Völkl

Noch im August stand die Rheinmetall-Aktie unmittelbar davor, ein neues Rekordhoch zu erreichen. Doch im Anschluss daran folgte eine erneute Konsolidierung, die den DAX-Titel sogar noch einmal kurz unter die 500-Euro-Marke gedrückt hatte. Ein Insider hat das aktuelle Niveau nun aber zum Verkauf genutzt.

Ende der vergangenen Woche hat Aufsichtsratschef Ulrich Grillo Papiere mit einem Wert von insgesamt 77.230 Euro veräußert. Der durchschnittliche Verkaufspreis der Aktien betrug 514,86 Euro und lag damit rund zehn Prozent unter dem Allzeithoch.

Grillo ist bereits seit 2016 Mitglied des Kontrollgremiums bei Rheinmetall und steht seit 2017 an dessen Spitze. Zuvor war er bereits jahrelang im Management tätig. Auch beim DAX-Versorger E.on ist er als stellvertretender Vorsitzender Teil des Aufsichtsrats.

Grundsätzlich ist es kein gutes Zeichen, wenn Insider Aktien verkaufen. Da sie über einen gewissen Informationsvorsprung verfügen, kann dies damit zusammenhängen, dass sie kurzfristig keine steigenden Kurse erwarten. Anleger sollten wegen der Transaktionen von Grillo aber nicht in Panik verfallen. Nach einer Performance von mehr als 80 Prozent allein in diesem Jahr und von 565 Prozent auf Sicht der vergangenen drei Jahre sind Gewinnmitnahmen auch bei Insidern durchaus Normalität. Zu den Gründen für den Verkauf ist bislang aber nichts bekannt. Im Januar hatte Grillo noch für mehr als 46.000 Euro Aktien gekauft – zu einem Kurs von lediglich 308,10 Euro.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Die Rheinmetall-Aktie muss nach dem jüngsten Rücksetzer wieder Kräfte sammeln, um in Richtung des Rekordhochs zu klettern. Angesichts der vollen Auftragsbücher und stark steigender Umsätze und Margen stimmen die Voraussetzungen für wieder steigende Kurse aber. DER AKTIONÄR bleibt für den noch immer moderat bewerteten Rüstungskonzern zuversichtlich gestimmt und rät weiter, schwache Tage zum Kauf zu nutzen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.

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