Der Jahresstart von Rheinmetall fiel mehr als beeindruckend aus. Nach der starken Rally gönnt sich der Rüstungs-Blue-Chip am Dienstag nun einmal eine Verschnaufpause und muss leichter Verluste verkraften. Der Ausbruch auf ein neues Rekordhoch wird damit vorerst vertagt, bleibt aber weiter in Reichweite.
Etwas Rückenwind gab es zumindest wieder einmal von Seiten der Analysten. Bernstein Research hat in einer neuen Studie die Einstufung für Rheinmetall auf „Outperform“ bestätigt und auch das Kursziel auf 2.000 Euro belassen. Der DAX-Konzern würde den kurzfristigen Geschäftszyklus im Rüstungssektor dominieren und könnte auch langfristig zu den Gewinnern zählen, so ein positiv gestimmter Experte Adrien Rabier.
Seit Jahresbeginn profitieren die Rüstungskonzerne an der Börse wieder von der angespannten geopolitischen Situation. Die US-Militäraktion in Venezuela, die Entwicklung im Iran und vor allem das immer brisanter werdende Thema Grönland verschärfen wieder einmal das Bewusstsein der europäischen Staaten wie auch der Anleger, dass eine höhere Autarkie in Sicherheitsfragen unabdingbar ist. Die USA sind unter Donald Trump nicht mehr der verlässliche Partner von einst, eine eigene Aufrüstung der Länder wird so immer wichtiger.
Zudem will Europa vermehrt auf lokale Unternehmen setzen. Noch fließt ein hoher Teil der Investitionen auch an die US-Hersteller, doch selbst hier besteht die Gefahr, dass bei einer Eskalation der Grönland-Frage oder in künftigen Fällen Probleme auftreten. Die Produkte europäischer Hersteller wie eben Rheinmetall oder auch Leonardo, Kongsberg oder BAE Systems werden so immer gefragter.
Die Verschnaufpause am Dienstag sollte Anleger nicht beunruhigen. Rheinmetall hat zuletzt wieder enorme Relative Stärke aufgebaut und der Sprung über die 2.000-Euro-Marke und dann auch auf ein neues Rekordhoch sollte eine Frage der Zeit sein. Angesichts der vollen Auftragsbücher und starker Wachstumsraten lässt auch die Bewertung noch Luft nach oben. DER AKTIONÄR setzt auch im AKTIONÄR-Depot weiter auf steigende Kurse.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Rheinmetall befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 17:12