25.12.2019 Michel Doepke

Qiagen: Keine Übernahme – Aktie vor Kurseinbruch

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Qiagen
Trendthema

Bittere Nachricht für Qiagen-Aktionäre am Heiligabend: Der Diagnostik-Spezialist hat die Gespräche zur "Sondierung möglicher strategischer Alternativen" beendet und möchte sich fortan auf eine eigenständige Strategie fokussieren. Damit ist eine Übernahme vom Tisch, die Aktie dürfte am Freitag mit einem Kurseinbruch reagieren.

Laut der Pressemitteilung von Qiagen kamen am 24.Dezember 2019 Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft zu dem Schluss, dass die verschiedenen Alternativen gegenüber die Planungen der Gesellschaft nicht überzeugend waren. Daher habe das Management beschlossen, alle Gespräche dieser Art zu beenden.

Qiagen lässt Interessenten abblitzen

Qiagen hat in diesem Jahr die Anleger mit einer Gewinnwarnung verschreckt. Daraufhin brodelte die Gerüchteküche, unter anderem habe Thermo Fisher Scientific die Fühler nach der Diagnostik-Schmiede ausgestreckt. Im Anschluss bestätigte Qiagen "mehrere nicht verbindliche und unter Bedingungen stehende Interessensbekundungen".

Qiagen (WKN: A2DKCH)

Im nachbörslichen US-Handel am Heiligabend brach die Qiagen-Aktie zeitweise knapp 28 Prozent ein. Denn nach Bekanntwerden der Interessenbekundungen stieg der MDAX-Titel vor wenigen Wochen plötzlich auf ein neues Jahreshoch. Nun sind die Übernahmegespräche geplatzt, die Aktie könnte erneut deutlich unter die Marke von 30,00 Euro rutschen.

Auch DER AKTIONÄR hat zuletzt auf ein Übernahmeangebot für Qiagen spekuliert. Diese Fantasie ist nun dahin. Anleger sollten den Diagnostik-Player jedoch nicht abschreiben. Kann das Management beweisen, dass ein Alleingang die richtige Lösung ist und dies sich in der operativen Entwicklung in Form von deutlichen Umsatz- und Gewinnsteigerungen widerspiegelt, sollte die Qiagen-Aktie langfristig ihren Weg nach oben gehen. Kurz- bis mittelfristig hingegen dürften nach den gescheiterten Gesprächen die Impulse fehlen. Watchlist.