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11.10.2019 Marion Schlegel

Qiagen-Aktie nach 23-Prozent-Crash: Jetzt auch noch die Deutsche Bank

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Qiagen

Die Aktie von Qiagen ist in dieser Woche förmlich nach unten durchgereicht worden. Bis Mittwoch verlor das Papier zeitweise mehr als 23 Prozent im Vergleich zum Kurs am Montag. Damit ist die Aktie von Qiagen mit Abstand der größte Verlierer der Woche im MDAX. Grund waren gleich zwei Hiobsbotschaften. Das Gendiagnostik- und Biotechnologieunternehmen verkündete am späten Montagabend nicht nur den Abgang seines Chefs Peer Schatz sondern senkte auch seine Umsatzprognose für das dritte Quartal und kündigte Restrukturierungskosten an. Zuletzt haben zudem einige Analysten ihre Einstufung gesenkt.

Qiagen (WKN: A2DKCH)

Zuletzt fügte sich auch die Deutsche Bank in die Riege der mittlerweile pessimistischer gestimmten Analysten ein. Die Deutsche Bank hat Qiagen von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 47 auf 29 Euro gesenkt. Es gebe zu viele Unsicherheiten beim Gendiagnostik- und Biotech-Unternehmen, begründete Analyst Falko Friedrichs die Abstufung in einer neuen vorgelegten Studie. Risiken überlagerten die Vorteile. Dabei verwies er auf verfehlte Umsatzerwartungen an das dritte Quartal, den Rücktritt des Chefs und die Restrukturierung von Geschäftssparten.

Zuvor hatte bereits das Düsseldorfer Bankhaus Lampe das Kursziel für Qiagen von 36 auf 23 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Halten" belassen. Analyst Volker Braun schraubte seine Umsatz- und Ergebnisprognosen bis 2021 deutlich nach unten.

Doch es gibt auch optimistische Stimmen: Das Analysehaus Warburg Research beispielsweise hat das Kursziel für Qiagen zwar von 36 auf 30 gesenken, die Aktie aber von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Im Vergleich zum aktuellen Kurs sieht Warburg damit eine Chance für die Aktie von gut 23 Prozent. Die Aktie des Biotech- und Gendiagnostik-Unternehmens sei attraktiv bewertet und die Wettbewerbsposition der Produkte nach wie vor herausragend, so Analyst Ulrich Huwald am Mittwoch Die Quartalszahlen seien indes enttäuschend und reflektierten Schwierigkeiten in China. Die Partnerschaft mit Illumina bedeute eine klare strategische Lösung für das schwächelnde NGS-Geschäft (Next-Generation Sequencing).

Auch DER AKTIONÄR sieht die derzeitige Korrektur durchaus als Chance. Möglicherweise kann man aber in den kommenden Tagen noch einmal etwas günstiger einsteigen. Die Aktie sollte in jedem Fall auf die Watchlist wandern.

(Mit Material von dpa-AFX)