06.11.2013 Michael Herrmann

ProSiebenSat.1 vor den Zahlen: Das erwarten die Profis

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Trendthema

ProSiebenSat.1 wird morgen seine Zahlen für das dritte Quartal veröffentlichen. Der Medienkonzern dürfte dabei erneut stark zugelegt haben - und zwar in fast allen Geschäftsbereichen. Auch charttechnisch sieht es gut aus.

Der Umsatz des TV-Konzerns ProSiebenSat.1 ist nach Einschätzung von Experten wie schon im zweiten Quartal zweistellig gestiegen. Die von Bloomberg befragten Analysten rechnen im Schnitt mit einem Erlösplus auf vergleichbarer Basis von rund elf Prozent auf 563 Millionen Euro. Bei dem um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird ein Anstieg von knapp sieben Prozent auf 150 Millionen Euro erwartet. Das im MDAX notierte Unternehmen legt am Donnerstag die Zahlen für das dritte Quartal vor.

Q4 wird wichtiger

Da für den Konzern - ebenso wie für den Konkurrenten RTL - vor allem das vierte Quartal mit dem Weihnachtsgeschäft wichtig ist, wird keine weitere Prognoseanhebung erwartet. ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling hatte die Umsatzerwartung erst im Sommer erhöht. Er rechnet im Jahresverlauf jetzt mit einem Plus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Davor hatte Ebeling einen Anstieg zwischen zirka vier und sechs Prozent in Aussicht gestellt. Bei dem um Sondereffekte bereinigten Gewinn wird mit einem Anstieg gerechnet. In den ersten sechs Monaten legte der Erlös auf vergleichbarer Basis um zwölf Prozent auf 1,187 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn stieg bis Ende Juni um sechs Prozent auf 337,2 Millionen Euro.

Digitales Plus

ProSieben baut derzeit - wie viele andere Medienkonzerne auch ¿ die Digitalsparte aus. Bis 2015 will Konzernchef Ebeling zusätzlich 600 Millionen Euro durch neue Produkte umsetzen. Um sich unabhängiger von stark schwankenden Werbemärkten zu machen, investiert der Konzern etwa in die Entwicklung von Online-Plattformen wie Maxdome, Myvideo oder Sevengames. Aber auch im deutschen Werbemarkt lief es zuletzt gut für ProSiebenSat.1 und die Branche. Die Analysten der UBS rechnen etwa damit, dass der Werbemarkt im dritten Quartal stärker als zuletzt gewachsen ist. Daher dürfte auch das deutsche TV-Geschäft von ProSiebenSat.1 zwischen Juli und Ende September gewachsen sein.

Weiterhin aussichtsreich

DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass es bei ProSiebenSat.1 blendend läuft. Das dürften die morgigen Zahlen erneut bestätigen. Durch den Sprung über das alte Jahreshoch von 35,44 Euro hat sich auch die charttechnische Situation noch einmal aufgehellt. Abgerundet wird das stimmige Gesamtbild durch eine Dividendenrendite von voraussichtlich über vier Prozent. DER AKTIONÄR sieht daher weiter Luft nach oben. Das Kursziel liegt unverändert bei 42 Euro. Ein Stopp bei 27,50 Euro sichert ab.

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