Für PayPal wird es morgen ernst. Der Bezahldienstleister legt vor US-Börsenstart seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Nach dem Schock vom Februar dürfte der Markt diesmal vor allem darauf schauen, ob der Konzern operativ zumindest wieder etwas mehr Stabilität zeigen kann.
Die Erwartungen an PayPal sind diesmal überschaubar. Analysten rechnen laut den vorliegenden Schätzungen im Schnitt mit einem Quartalsumsatz von 8,05 Milliarden Dollar. Das wäre ein kleines Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Der bereinigte Gewinn je Aktie soll sich auf 1,27 Dollar belaufen. Vor einem Jahr waren es mit 1,33 Dollar noch knapp fünf Prozent mehr. Auch bei der Profitabilität wird nicht mit einem großen Wurf gerechnet: Die bereinigte operative Marge dürfte sich auf rund 18 Prozent belaufen.
Spannend wird daneben vor allem der Blick auf die operativen Kennziffern. Bei den aktiven Accounts rechnen Marktteilnehmer mit einem Anstieg auf rund 440 Millionen. Das Total Payment Volume dürfte um etwa 7,3 Prozent zulegen. Rückenwind wird vor allem von Venmo erwartet, während das klassische Branded-Checkout-Geschäft weiter als Baustelle gilt. Genau hier dürften Anleger besonders genau hinschauen.
PayPal befindet sich schließlich mitten in einer Phase der Neuaufstellung. Neben den reinen Zahlen steht daher auch der dazugehörige Earnings Call im Fokus. Anleger werden genau hinhören, ob das Management dort weitere Details zu einer Neuausrichtung des Bezahldienstleisters nennen wird.
An der Börse bleibt die Ausgangslage trotzdem heikel. Die Aktie schloss am Freitag bei 50,44 Dollar und damit noch immer klar unter dem Niveau vom Jahresanfang. Das zeigt, wie groß das verlorene Vertrauen weiterhin ist.
Die Erwartungen an PayPal sind vor den Zahlen deutlich gedämpft. Das Risiko eines erneuten Schock-Moments ist daher deutlich geringer als beim letzten Mal. Vor den Zahlen halten sich Anleger von der Aktie dennoch fern. Für einen Befreiungsschlag braucht es nicht nur ein ordentliches Quartal, sondern auch eine echte Strategie für eine bessere Zukunft. Solange diese fehlt, drängt sich kein Einstieg auf.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: PayPal.
Heute, 16:11