Mit einem deutlichen Plus von rund drei Prozent führt die Rheinmetall-Aktie den DAX zum Wochenstart an. Eine Hochstufung der spanischen Banco Santander sowie Spekulationen rund um das künftige Engagement der USA in Deutschland sorgen für Schwung. Der Blue Chip löst sich damit wieder etwas von den kürzlich erreichten Tiefs.
Die Banco Santander hat in einer neuen Studie die Einstufung für Rheinmetall auf „Outperform“ angehoben und damit bereits im frühen Handel für etwas Schwung gesorgt. Zudem gab es Medienberichte, dass das US-Verteidigungsministerium wegen der geplanten Reduzierung der Truppen in Deutschland auch die geplante Stationierung einer Einheit zur Bedienung, Unterhaltung und Wartung von Mittelstreckenraketen kippen würde. Der ehemalige US-Präsident Joe Biden hatte vor zwei Jahren zugesagt, wieder Mittelstreckenwaffen mit konventionellen Sprengköpfen zur Abschreckung in Deutschland zu stationieren. Diese könnten bis nach Russland reichen.
Machen die USA einen Rückzieher, müssten Europa und vor allem Deutschland wohl stärker auf eigene Lösungen setzen. Davon dürften die lokalen Rüstungsunternehmen profitieren, weshalb neben Rheinmetall etwa auch Renk und Hensoldt am Montag im Plus notieren.
„Wir könnten gemeinsam mit der Ukraine solche Raketen entwickeln“, sagte etwa CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter als Reaktion auf die Berichte. Europa müsse sich stärker um die eigene Verteidigung kümmern, die Amerikanern entlasten und ihnen auch signalisieren, dass eine Zusammenarbeit mit Europa einen Mehrwert bringe.
Die Rheinmetall-Aktie kommt seit Monaten nicht mehr richtig in Schwung. Charttechnisch braucht es neue Impulse. Der Zugewinn am Montag ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Langfristig sind die Aussichten für den Rüstungskonzern aber weiter bestens. Die Wachstumsraten überzeugen und dürften auch die Aktie wieder in Richtung der Hochs im Bereich der 2.000-Euro-Marke treiben.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Rheinmetall befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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