PayPal baut sein Ratenzahlungsangebot aus und hat dafür einen besonders prominenten Partner gewonnen: Amazon. Kunden in Deutschland und Österreich können ab August auf Amazon.de und in der Amazon-App PayPal Ratenzahlung nutzen. Der Deal unterstreicht, dass PayPal weiterhin ein starker Bezahlpartner ist. Das müssen Anleger dazu wissen.
Kurz und knapp
• PayPal startet Ratenzahlung auf Amazon.de.
• Der Bezahldienstleister setzt damit ein Zeichen der Stärke.
• Das ist auch im Übernahmekampf mit Stripe und Advent von Bedeutung.
Über PayPal Ratenzahlung lassen sich berechtigte Einkäufe zwischen 30 und 10.000 Euro bei Amazon künftig in feste monatliche PayPal-Raten aufteilen. Zur Auswahl stehen Laufzeiten von drei, sechs, zwölf und 24 Monaten. Exklusiv für Amazon-Kundinnen und -Kunden kommen zudem 36 und 48 Monate hinzu. Damit können auch größere Anschaffungen über einen längeren Zeitraum finanziert werden.
Die Integration erfolgt direkt in den Checkout von Amazon.de. Kunden sehen die Preise und Rückzahlungsdetails vorab, können anstehende Zahlungen verfolgen und ihre Ratenzahlungspläne über die PayPal-App oder online verwalten.
Den Unternehmen zufolge erhalten damit mehr als 40 Millionen PayPal-Nutzer im deutschsprachigen Raum die Möglichkeit, ihre Einkäufe bei Amazon mit PayPal Ratenzahlung zu begleichen.
„Die Einführung von PayPal Ratenzahlung bei Amazon in Deutschland und Österreich markiert einen wichtigen Meilenstein beim Ausbau unseres Jetzt kaufen, später zahlen-Angebots über den weltweit größten E-Commerce-Händler“, sagt Carola Wahl, Managing Director Deutschland, Österreich und Schweiz bei PayPal. Auch Amazon betont den Nutzen klarer Konditionen und zusätzlicher Flexibilität an der Kasse.
Für PayPal ist die Kooperation strategisch wichtig. Der Bezahldienstleister macht sein Angebot für „Jetzt kaufen, später zahlen“ bei einem der wichtigsten Online-Händler weltweit verfügbar und stärkt damit seine Präsenz im digitalen Zahlungsverkehr.
Gleichzeitig zeigt die Vereinbarung, dass PayPal trotz der laufenden Diskussionen um Wachstum, Effizienz und die künftige Ausrichtung ein relevanter Partner für große Plattformen bleibt. Das ist auch im aktuellen Übernahmekrimi mit Stripe und Advent ein wichtiges Ass im Ärmel.
Der Amazon-Deal ist ein weiterer Beleg dafür, dass PayPal im Online-Handel nach wie vor fest verankert ist. Über allem steht aktuell dennoch die Übernahmefantasie. Diese bleibt unverändert attraktiv. Anleger können darauf weiter mit der Hebel-Spekulation von DER AKTIONÄR setzen.
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