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27.09.2016 Fabian Strebin

Paukenschlag bei der Commerzbank: CEO Zielke greift durch

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Commerzbank

Bis 2020 könnten 9.000 Stellen bei der Commerzbank wegfallen. Das sind deutlich mehr, als bisher vermutet. Da der Umbau richtig Geld kostet, gibt es dieses Jahr auch wieder keine Dividende. Langfristig dürften Aktionäre aber von CEO Zielkes Radikalkur profitieren.

Schon seit Wochen wurde spekuliert, wie viele Mitarbeiter bei der Commerzbank im Rahmen des Konzern-Umbaus ihren Hut nehmen müssen. Bisher stand die Zahl von 5.000 im Raum. Nach Informationen des Handelsblatts könnten es aber mit 9.000 Stellen fast doppelt so viele sein wie gedacht. Der Umbau könnte bis 2020 bis zu eine Milliarde Euro verschlingen.

Aktionäre müssen zahlen

Um den Betrag aufzubringen, müssen sich erneut die Aktionäre beteiligen. Nachdem die Commerzbank 2015 erstmals seit der Finanzkrise wieder eine Dividende an ihre Aktionäre ausschüttete, müssen sie 2016 wieder darauf verzichten. Sparen will Zielke auch im Back-Office, wo der Großteil der Verwaltungsaufgaben anfällt. Möglich machen soll das die Digitalisierung zahlreicher Arbeitsprozesse. Wie erwartet soll die Bank künftig aus zwei Sparten, jeweils zuständig für Privat- und Firmenkunden, bestehen. Das Investmentbanking soll deutlich schrumpfen und mit der Firmenkundensparte verschmelzen.

Schmerzlich, aber notwendig

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Zwar wird Commerzbank-CEO Martin Zielke erst am Freitag seine Pläne der Öffentlichkeit vorstellen. Was bis jetzt bekannt wurde, klingt aber vielversprechend. Im Gegensatz zur krisengebeutelten Deutschen Bank befindet sich die Commerzbank auf einem guten Weg. Dass die attraktive Dividende gestrichen wurde schmerzt, aber Aktionäre dürften vom Konzernumbau langfristig profitieren. Mutige können weiterhin zugreifen, das Ziel beträgt 8,00 Euro. Der Stopp sollte bei 5,20 Euro platziert werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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