Wenn am Donnerstag dieser Woche die Commerzbank ihre Zahlen zum zweiten Quartal präsentiert, könnte das nur Nebensache sein. Denn eine Übernahme der Frankfurter durch die UniCredit ist mittlerweile so wahrscheinlich wie noch nie. Kurz nach der Quartalspräsentation sind neue Gespräche zwischen den Banken angesetzt.
Kurz und knapp
• Die Commerzbank präsentiert am 6. August ihre Zahlen zum zweiten Quartal.
• Kurz danach sollen neue Gespräche über eine mögliche Fusion mit der UniCredit beginnen.
• Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp will Einschnitte begrenzen und die Eigenständigkeit der Bank bewahren.
Die UniCredit stieg bereits im September 2024 bei der Commerzbank ein, doch es dauerte nun fast zwei Jahre, bis mit knapp weniger als der Hälfte der Anteile die Machtverhältnisse eindeutig sind. Bisher konnte CEO Bettina Orlopp die Italiener auf Abstand halten. Nach den Quartalszahlen am 6. August dürften die Verhandlungen über die Zukunft der Commerzbank nun starten.
Gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte sie: „Mein Basisszenario ist, dass wir am Ende eine einvernehmliche Lösung finden werden.“ Bisher waren die Fronten aber verhärtet, die UniCredit drohte gar mit einer außerordentlichen Hauptversammlung und dem Austausch der Commerzbank-Führungsspitze.
Orlopp dürfte laut Bloomberg versuchen, Einschnitte im globalen Geschäft der Commerzbank abzumildern und eine eigene Börsennotierung beizubehalten. Das steht im Kontrast zu den Plänen von UniCredit-Chef Andrea Orcel, der 1,4 Milliarden Euro nach der Fusion einsparen will.
In dieser Woche wird es nicht nur aufgrund der frischen Zahlen bei der Commerzbank spannend. Die Gespräche mit der UniCredit über eine Fusion dürften ebenfalls starten. Die Aktie notiert derweil fast auf dem Jahreshoch. Wer die Aktie bereits im Depot liegen hat, bleibt dabei und setzt auf höhere Kurse.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
Heute, 07:51
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