Nvidia macht den nächsten großen Schritt im KI-Geschäft: Der Chipkonzern übernimmt die Open-Source-KI-Plattform Hugging Face für 12,9 Milliarden Dollar. Damit baut Nvidia seine Position im KI-Ökosystem weiter aus – und geht deutlich über das klassische Chipgeschäft hinaus.
- Nvidia zahlt 12,9 Milliarden Dollar für Hugging Face.
- Die Plattform soll weiterhin offen für das gesamte KI-Ökosystem bleiben.
- Es ist die zweitgrößte Übernahme in der Geschichte von Nvidia.
Die Übernahme hatte sich bereits angekündigt. Nun ist sie offiziell: Nvidia hat sich mit Hugging Face auf einen Kaufpreis von 12,9 Milliarden Dollar geeinigt. Für den Chipkonzern ist es ein weiterer Schritt, um sich entlang der gesamten KI-Wertschöpfungskette zu positionieren.
„Gemeinsam werden wir die Plattform von Hugging Face skalieren, ihre Infrastruktur stärken und den Zugang zu KI für Entwickler und Institutionen weltweit erweitern“, erklärte Nvidia-Chef Jensen Huang.
Exciting day for NVIDIA and @huggingface.
— Jensen Huang (@JensenHuang) September 3, 2026
Open models strengthen safety and cybersecurity, accelerate innovation and diffusion, and enable sovereignty. They allow every developer, startup, university, industry and country to build with, customize and benefit from AI.
Thank you…
Darum kauft Nvidia Hugging Face
Hugging Face ist vor allem für seine Open-Source-Plattform bekannt. Entwickler können dort KI-Modelle, Datensätze und Anwendungen teilen und nutzen. Die Plattform hat sich damit zu einem wichtigen Treffpunkt für die Entwickler-Community rund um Künstliche Intelligenz entwickelt. Genau diese Position macht Hugging Face für Nvidia interessant. Während Nvidia bislang vor allem die Hardware für den KI-Boom liefert, rückt der Konzern mit der Übernahme stärker in die Software- und Infrastruktur-Ebene vor.
Dabei soll Hugging Face laut Huang weiterhin eine offene Plattform für das gesamte KI-Ökosystem bleiben. Nvidia wolle insbesondere die Infrastruktur hinter der Plattform ausbauen. Für Hugging Face ist Nvidia damit der neue Eigentümer, gleichzeitig soll die Eigenständigkeit der Plattform im Open-Source-Bereich erhalten bleiben. Hugging-Face-Chef Clément Delangue hatte in der Vergangenheit immer wieder die Bedeutung offener KI-Modelle betont.
Zweitgrößter Nvidia-Deal überhaupt
Auch finanziell ist die Transaktion ein Ausrufezeichen. Mit 12,9 Milliarden Dollar handelt es sich um die zweitgrößte Übernahme in der Geschichte von Nvidia. Noch größer war lediglich der Kauf von Assets des KI-Chipentwicklers Groq für rund 20 Milliarden Dollar Ende 2025. Davor lag die Übernahme des israelischen Chipkonzerns Mellanox für knapp sieben Milliarden Dollar an der Spitze.
Die Dimension der Deals zeigt: Nvidia sitzt auf enormen finanziellen Ressourcen und nutzt diese zunehmend, um seine Stellung im KI-Markt über die eigene Hardware hinaus auszubauen.
Mit dem Kauf von Hugging Face baut Nvidia seine Vormachtstellung beim Thema KI weiter aus. Die Nvidia-Aktie bleibt ein Kauf. Seit der Aufnahme ins AKTIONÄR-Depot hat der Kurs um 81 Prozent zugelegt. Vorbörslich reagieren Anleger gelassen auf die Nachricht, der Kurs notiert fast unverändert.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Nvidia-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 14:30
Bei Google bevorzugen