Die Aktie der Deutschen Bank ist weiter im Aufwind. Seit letztem Frühjahr, als das Jahrestief bei unter 24 Euro markiert wurde, hat der Kurs Gas gegeben und gestern ein neues 15-Jahres-Hoch erreicht. Dabei steht die beste Zeit des Jahres erst unmittelbar bevor. Zudem zeigt sich Goldman Sachs überraschend optimistisch.
- Die Deutsche-Bank-Aktie hat ein neues 15-Jahres-Hoch erreicht, liegt im Jahresvergleich aber hinter der europäischen Bankenbranche zurück.
- Goldman Sachs hebt das Kursziel auf 43,75 Euro an und sieht bei Profitabilität und Ausschüttungen Aufwärtspotenzial.
- Von Oktober bis Februar war die Aktie historisch besonders stark – weitere Kursgewinne sind daher möglich.
Zuletzt hatte die Notierung von Deutschlands größtem Geldhaus beständig neue Jahreshochs erreicht. Allerdings ist die Performance im Vergleich zur Peergroup der europäischen Banken auf Jahressicht weiterhin schwach – mit einem Plus von 5,3 Prozent. Der Euro Stoxx Banks schaffte 20,2 Prozent, Spitzenreiter Raiffeisen Bank International aus Österreich satte 67,8 Prozent.
Allerdings besteht damit erhebliches Aufholpotenzial für die Aktie der Deutschen Bank. Davon ist auch Chris Hallam, Analyst bei der US-Investmentbank Goldman Sachs, überzeugt: In einer aktuellen Studie hob er sein Kursziel auf 43,75 Euro. Mehr traut keiner der von Bloomberg genannten Experten der Aktie zu. Das Konsensziel liegt bei 35,39 Euro.
Hallam sieht bei der Profitabilität und den Ausschüttungen an die Aktionäre im Vergleich zum Konsens Aufwärtspotenzial. Die aktuelle Bewertung der Aktie sieht er als „besonders moderat“. Tatsächlich wird das KGV für 2027 bei 9 gesehen, während die Peers im Mittel auf 11 kommen.
Die positive Einschätzung einer so renommierten Adresse wie Goldman Sachs schiebt den Kurs an. Dabei kommt aus saisonaler Sicht die beste Zeit des Jahres erst noch. Denn in den Monaten von Oktober bis Februar war die Performance in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt wesentlich besser als in den Sommermonaten. Der September stellte einen Übergangsmonat mit einem Verlust von im Mittel 0,29 Prozent dar.
Die charttechnische Entwicklung war zuletzt sehr positiv, die Bewertung ist weiterhin unterdurchschnittlich im Peergroup-Vergleich. Daraus ergibt sich aber noch einiges an Aufwärtspotenzial, wenn die Rahmenbedingungen an der Börse stimmen. Mutige Anleger greifen zu.
Heute, 08:06
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