Es ist soweit: Broadcom hat seine Quartalszahlen vorgelegt – und die zeugen wie erwartet von einem bärenstarken dritten Quartal. Vor allem das Geschäft mit KI-Halbleitern wuchs kräftig. Die Aktie geriet nachbörslich deutlich unter Druck. Das hat vor allem einen Grund.
- Starkes Quartal: Umsatz und bereinigtes Ergebnis je Aktie über den Erwartungen.
- KI-Geschäft boomt: KI-Halbleiterumsatz von 16,7 Milliarden US-Dollar übertrifft die Prognose.
- Der Ausblick enttäuscht: Broadcom erwartet im vierten Quartal 34,8 Milliarden US-Dollar Umsatz.
Broadcom hat im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und Gewinn übertroffen. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 29,6 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit 29,4 Milliarden US-Dollar gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 3,32 US-Dollar und damit ebenfalls über der Prognose von 3,23 US-Dollar.
Besonders stark entwickelte sich erneut das Geschäft mit KI-Halbleitern. In diesem Bereich setzte Broadcom 16,7 Milliarden US-Dollar um. Die Schätzungen hatten bei 15,9 Milliarden US-Dollar gelegen. Der gesamte Halbleiterumsatz belief sich auf 20,4 Milliarden US-Dollar und verfehlte damit die Erwartungen von 20,5 Milliarden US-Dollar knapp.
Broadcom hat damit ein bärenstarkes Quartal hinter sich. Vor allem die Entwicklung bei den KI-Halbleitern zeigt einmal mehr, dass der Megatrend rund um Künstliche Intelligenz intakt ist. Broadcom profitiert dabei insbesondere von der steigenden Nachfrage nach KI-Netzwerken und maßgeschneiderten Chips für große Cloud-Anbieter.
Der Blick nach vorn sorgte jedoch für Ernüchterung. Für das vierte Quartal rechnet Broadcom mit einem Umsatz von 34,8 Milliarden US-Dollar. Die Analysten hatten im Schnitt mit 35,0 Milliarden US-Dollar gerechnet. Damit hat die Prognose die Erwartungen verfehlt.
Und da an der Börse die Zukunft in aller Regel mehr zählt als die Vergangenheit, fällt die Reaktion an den Märkten deutlich aus: Die Broadcom-Aktie verliert im nachbörslichen Handel zunächst rund vier bis fünf Prozent.
Anleger sollten die Kursreaktion nicht überbewerten. Broadcom verfügt über eine starke Position im Bereich Infrastruktur-Software und enge Beziehungen zu führenden Cloud-Kunden. Daran ändert auch ein etwas schwächer als erwarteter Ausblick nicht. Der Quartalsausblick ist zwar ein kleiner Dämpfer, ändert aber nichts an der grundsätzlich intakten Investmentstory. Anleger bleiben bei der AKTIONÄR-Empfehlung investiert.
02.09.2026, 22:35
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