Ein milliardenschwerer Deal mit Google hat der Aktie von Marvell Technology am Mittwoch einen kräftigen Schub verliehen: 9,9 Prozent ging es nach oben. Wettbewerber Broadcom hat im Gegenzug 4,6 Prozent verloren. Damit scheint der Sieger an der Börse vorerst festzustehen – Marvell liegt auch bei der Jahresperformance weit vor Broadcom. Doch der vermeintliche Verlierer sitzt bei Google weiterhin fest im Sattel und liefert fundamental die deutlich dickeren Zahlen.
- Google bindet Marvell mit Aktienoptionen an den Erfolg gemeinsamer Chipprogramme.
- Broadcom bleibt bis 2031 zentraler Partner für Googles TPUs und KI-Netzwerke.
- Marvell punktet mit Momentum und Wachstumspotenzial. Broadcom punktet mit Größe, Margen und Cashflow.
Auslöser der Kursbewegung ist eine erweiterte Partnerschaft für maßgeschneiderte Halbleiter. Marvell soll für Google unter anderem Spezialchips für KI-Anwendungen bauen sowie die dazugehörige Verbindungstechnik entwickeln, sodass die Daten schnell zwischen Prozessoren, Speicher und Netzwerken ausgetauscht werden können. Im Gegenzug erhält Google die Möglichkeit, rund 59 Millionen Marvell-Aktien zu erwerben. Die Bedingungen dieser Aktienoptionen lassen auf ein gewaltiges Geschäftsvolumen schließen: Vollständig freigeschaltet würden sie erst bei insgesamt 120 Milliarden Dollar Umsatz mit den vereinbarten Produkten.
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