Wieder steigende Ölpreise haben nach den jüngsten Tech-Rekorden für einen Rücksetzer an der Wall Street gesorgt. Der Jow Jones verlor 0,68 Prozent auf 51.512 Punkte, der S&P 500 gab 0,75 Prozent auf 7.706 Zähler nach und der tech-lastige Nasdaq 100 notierte nach dem Rekordhoch am Vortag 0,85 Prozent tiefer bei 30.470 Punkten.
Die Preise für Brent- und WTI-Öl stiegen um fünf respektive drei Prozent. In der Straße von Hormus soll erneut ein Frachtschiff unter Beschuss geraten sein. Zudem verließ der US-Vertreter bei der Rede des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian vor der UN-Vollversammlung demonstrativ den Saal. Die Hoffnung auf Fortschritte auf dem Weg zu einer diplomatischen Lösung für ein Ende des Iran-Kriegs schwanden damit wieder.
Angesichts der höheren Ölpreise stiegen auch die Renditen der Staatsanleihen wieder. Es sei auch nicht nur das Öl, das die Inflation antreibe, sagte Massimo Santicchia, Leiter des Bereichs US-Aktien bei Procyon, zu CNBC. Da insbesondere auch der Dienstleistungssektor betroffen sei, sei es ausgeschlossen, dass die Fed zum jetzigen Zeitpunkt die Zinsen senkt oder eine Pause einlegt. An der Börse findet laut Santicchia ein Tauziehen zwischen den sehr starken Unternehmensgewinnen und dem Inflationsdruck statt.
McDonald's mit Verlusten
Unter den Einzelwerten zählten Tech-Werte wie Alphabet mit 3,8 Prozent Minus oder Broadcom mit einem Verlust von 2,7 Prozent zu den größten Verlierern. Schlusslicht im Dow Jones war aber McDonald’s. Ein enttäuschender Investorentag sorgte für einen Abverkauf um 4,9 Prozent.
8,8 Prozent verlor auch die Paychex-Aktie. Der Dienstleister für Lohnabrechnungen im Bereich Managementlösungen hatte mit seinem Umsatz im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlt.
IonQ glänzt
Gewinne gab es dagegen bei im Nebenwertebereich. Der Quanten-Spezialist IonQ hat bekanntgegeben, erstmals einen Decoder für Echtzeit-Quantenfehlerkorrektur entwickelt zu haben, der auf einem handelsüblichen Standard-Prozessor läuft. Die Aktie legte 4,4 Prozent zu. Dagegen verloren andere Werte aus dem Bereich wie etwa Rigetti oder D-Wave 3,1 respektive 4,2 Prozent.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: D-Wave Quantum.
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Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Alphabet (A).
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