IonQ hat einen wichtigen Durchbruch bei der Quantenfehlerkorrektur erzielt und zugleich eine Kooperation mit Nvidia bekannt gegeben. Die Aktie schießt daraufhin rund eine Stunde vor dem Handelsstart an der Wall Street im vorbörslichen Handel um zwölf Prozent nach oben. Auch andere Quanten-Aktien ziehen mit.
Im Kern geht es um einen neu entwickelten Echtzeit-Decoder. Dieser kann Fehlerströme während des laufenden Betriebs decodieren, ohne die Rechengeschwindigkeit deutlich zu bremsen. Bei Tests mit 408 logischen Qubits und 31,5 Millionen Rechenoperationen lag der gemessene Zeitverzug bei lediglich 0,02 Prozent. Damit will IonQ den Weg für eine Skalierung der eigenen „Walking Cat“-Architektur über 256 physikalische Qubits hinaus ebnen.
Parallel dazu rückt die Zusammenarbeit mit Nvidia in den Fokus. IonQ ist nach eigenen Angaben der erste Hardware-Partner, der sein System Superion 256 im NVIDIA Accelerated Quantum Research Center (NVAQC) platziert. Der Quantenprozessor soll dort über NVQLink mit Nvidias GB200 NVL72 verbunden und über CUDA-Q gesteuert werden.
Auslieferungen ab 2027 geplant
Die Vorbestellungen für Superion 256 laufen bereits, die Auslieferungen sollen 2027 beginnen. Durch die Verbindung von Quantencomputing und Nvidias Recheninfrastruktur will IonQ Anwendungen unter anderem in der Pharmaforschung und der Finanzbranche erschließen.
Für IonQ sind beide Meldungen ein wichtiger Schritt bei der technischen Skalierung und der Kommerzialisierung. Gleichzeitig bleibt die Aktie hochvolatil. Der Kurssprung im vorbörslichen Handel zeigt, wie stark Anleger auf Fortschritte bei der Quantenfehlerkorrektur und die Zusammenarbeit mit Nvidia reagieren. Von dem Kursplus profitiert dabei auch der Quantum Computing Index. Dieser umfasst neben IonQ auch den Rivalen D-Wave Quantum oder Rigetti.
Satte 210 Prozent Plus hat die IonQ-Aktie übrigens seit der Empfehlung des Hot Stock Reports im Jahr 2024 verzeichnet. Mehr Infos zum Börsenbrief finden Sie hier.
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