Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
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14.09.2020 Jan Paul Fóri

Nestlé: Warten auf Mega-Break

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Nestlé

Der Nahrungsmittelhersteller Nestlé treibt den Konzernumbau weiter voran. Während einige Marken auf dem Prüfstand stehen, kaufen die Schweizer in anderen Bereichen zu. Bei den Analysten kommt dies gut an, zuletzt erhöhte die Investmentbank Bryan Garnier die Einstufung sowie das Kursziel. Die Aktie nimmt derweil Anlauf auf einen bedeutenden Widerstand. 

Wie DER AKTIONÄR berichtete, überarbeitet der Schweizer Lebensmittelproduzent derzeit sein Markenportfolio. Dabei trennte sich Nestlé zuletzt vom US-Speiseeis-Geschäft und verkaufte auch den amerikanischen Teil des Hautpflege-Geschäfts. Ebenfalls zur Disposition stehen einige Marken im amerikanischen Wassermarkt. Zudem lotet der Konzern verschiedene Möglichkeiten für das Wassergeschäft in China aus.

Bei den Analysten kommt die Konzentration auf margenstarke Portfolio-Titel gut an: Bryan Garnier stufte die Aktie mit Kaufen und einem Kursziel von 125 Franken ein. Zuvor lag der Zielkurs bei 118 Franken. 

Als Begründung führte Bryan Garnier die geplante Portfolioveränderung an. Die Beteiligungsverkäufe sollten das Wachstumsprofil von Nestlé verbessern. Dabei sei aber kaum zu erwarten, dass die Erlöse in größere Übernahmen fließen würden. Stattdessen seien ergänzende Übernahmen in den Bereichen Tiernahrung und Health Science wahrscheinlicher. 

Nestlé in Schweizer Franken

Aus charttechnischer Sicht scheiterte die Aktie zuletzt mehrfach am Widerstand bei 111,36 Schweizer Franken (103,40 Euro). Gelingt ein nachhaltiger Sprung über diese Marke, ist der Ausbruch auf ein neues Allzeithoch nur eine Frage der Zeit. 

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