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30.07.2020 Martin Mrowka

Nestlé: Wachstum trotz Corona – Aktie ignoriert das Umfeld

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Nestlé

Die Coronakrise geht auch am Nahrungsmittel-Riesen Nestlé nicht spurlos vorbei. Doch die Quartalszahlen sind besser als befürchtet ausgefallen. Die Gesamtjahresprognose wurde nur minimal nach unten korrigiert, es bleibt bei einem Wachstumsziel. Die Nestlé-Aktie zieht zeitweise auf den höchsten Stand seit September 2019 an.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé ist auch in der Corona-Krise aus eigener Kraft weiter profitabel gewachsen. Der Hersteller von Nescafé, Nespresso, Purina-Tierfutter, San Pellegrino Wasser oder Cailler-Schokolade rechnet auch über das gesamte Jahr mit einem weiteren Zuwachs. Dieser soll lediglich zwei bis drei Prozent geringer ausfallen als bislang prognostiziert.

Wegen Verkäufen von Unternehmensteilen und dem stärkeren Schweizer Franken verminderte sich der ausgewiesene Umsatz zwar in den ersten sechs Monaten des Jahres um 9,5 Prozent auf 41,2 Milliarden Franken. Nestlé hat etwa das Hautpflege-Geschäft Nestle Skin Health und das US-Speiseeis-Geschäft verkauft.

Um die tatsächliche Leistung des Konzerns einschätzen zu können, achten Investoren jeweils auf das organische Wachstum, das solche Effekte herausrechnet. Demzufolge ist Nestle um 2,8 Prozent gewachsen, wobei das Mengenwachstum (RIG) bei 2,6 Prozent und die Preiskomponente bei 0,2 Prozent lag. Damit hat sich das Wachstum im zweiten Quartal auf 1,3 Prozent verlangsamt.

Im ersten Quartal hatte Nestlé organisch noch um 4,3 Prozent zugelegt - unter anderem hatten Hamsterkäufe in den Industriestaaten das Geschäft angekurbelt. Vom Umsatz blieben im ersten Semester 17,4 (Vorjahr: 17,1) Prozent als bereinigter Betriebsgewinn übrig. Hier rechnet Nestle Restrukturierungskosten, Verkäufe, Rechtsstreitigkeiten und weitere sonstige Kosten oder Erträge heraus. Unter dem Strich verblieb dank den Verkäufen ein um 18 Prozent höherer Reingewinn von 5,9 Milliarden.

“Wir haben ein solides organisches Wachstum erzielt und die Margen im ersten Halbjahr gesteigert”, bilanzierte Nestlé-Chef Mark Schneider. Nestlé entwickele sich stabil. Im ersten Halbjahr kaufte der Konzern zudem eigene Aktien im Wert von 4,2 Milliarden Franken zurück.

Die Nestlé-Aktie schoss am Vormittag bis auf 112,62 Franken nach oben - der höchste Stand seit September 2019. Damals hatte der SMI-Titel bei 113,20 Franken sein Allzeithoch markiert. Im Tagesverlauf am Donnerstag schrumpften die Kursgewinne jedoch im allgemein schwachen Umfeld auch bei Nestle wieder.

Nestlé-Chart (in Schweizer Franken)

Mit den Zahlen hat der Konzern auch die Erwartungen der Analysten größtenteils übertroffen. Sie hatten laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur AWP im Schnitt mit einem organischen Wachstum von 2,7 Prozent und einer bereinigten operativen Marge von 17,0 Prozent gerechnet. Der Umsatz wurde auf 41,6 Milliarden und der Reingewinn auf 5,5 Milliarden Franken geschätzt.

Für das Gesamtjahr hat Nestlé den Ausblick nur leicht gesenkt: Neu erwartet der Nahrungsmittelkonzern ein organisches Wachstum von zwei bis drei Prozent. Zuvor war Nestlé davon ausgegangen, das organische Wachstum (2019: 3,5 Prozent) und die operative Marge (17,6 Prozent) weiter verbessern zu können. Die beiden Konkurrenten Danone und Unilever hatten ihre Jahresprognosen nach dem ersten Quartal ersatzlos kassiert. (Mit Material von dpa-AFX)

Die Geschäfte von Nestlé laufen trotz Konzernumbau und Coronakrise gut. Die Aktie dürfte schon bald den Widerstand beim alten Rekordhoch in Angriff nehmen. DER AKTIONÄR bleibt für seine Langzeit-Empfehlung bullish.

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