Die Aktie von Micron Technology kennt seit Monaten nur eine Richtung. Vom Tief im Frühjahr 2025 hat sich der Kurs mehr als versechsfacht. Der Speicherchip-Hersteller gehört zu den größten Profiteuren des KI-Ausbaus in Rechenzentren. Trotz dieses Anstiegs setzt nun ein Director ein deutliches Zeichen und kauft Aktien im Millionenwert.
Micron-Vorstandsmitglied Teyin Liu hat zuletzt 23.200 Aktien erworben. Das Investitionsvolumen lag bei rund 7,8 Millionen Dollar. Der Kauf erfolgte nach der massiven Kursrally, nicht in einer Schwächephase. Directors’ Dealings in dieser Größenordnung sind selten und gelten als belastbarer Vertrauensbeweis, da Insider ihre Entscheidungen mit eigenem Kapital absichern.
Fundamental ist Micron derzeit außergewöhnlich stark positioniert. Im abgelaufenen ersten Quartal per Ende November 2025 legte der Umsatz im Jahresvergleich um 57 Prozent auf 13,64 Milliarden Dollar zu. Der Nettogewinn stieg um 39 Prozent auf 5,26 Milliarden Dollar. Treiber ist vor allem der Bereich High Bandwidth Memory, kurz HBM, der in KI-Beschleunigern zum Einsatz kommt. Micron beliefert hier unter anderem Nvidia und AMD und zählt zu den wenigen Anbietern mit skalierbaren Kapazitäten.
Die Angebotslage bleibt angespannt. Das Management rechnet damit, dass der globale Speichermarkt bis mindestens 2027 unterversorgt bleibt. Der Fokus der Branche liegt klar auf HBM, was die Verfügbarkeit klassischer DRAM-Produkte weiter einschränkt. Steigende Preise und hohe Auslastung schlagen direkt auf Margen und Cashflow durch. Für Micron bedeutet das planbare Erlöse in einem ansonsten zyklischen Geschäft.
Auch die Analysten haben ihre Erwartungen angepasst. Mehrere Investmentbanken haben ihre Kursziele zuletzt deutlich angehoben. Begründet wird das mit der strukturell hohen Nachfrage aus dem KI-Sektor und der starken Stellung Microns im HBM-Geschäft. Selbst nach dem Kursanstieg liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis im niedrigen zweistelligen Bereich.
Vor diesem Hintergrund stellt sich für Anleger zwangsläufig die Frage, ob sie dem Director folgen sollten. Genau diese Einordnung nimmt DER AKTIONÄR im Detail vor. In einem aktuellen AKTIONÄR+-Artikel analysiert die Redaktion Micron umfassend. Mit konkreten Zahlen zu Auslastung, Margen, Bewertung und Cashflow sowie einer klaren charttechnischen Einordnung. Auch die Frage, wie viel vom KI-getriebenen Wachstum bereits im Kurs steckt, wird dort fundiert beantwortet.
Heute, 10:44