07.02.2019 Markus Bußler

Nach Barrick Gold und Newmont: Kommt hier die nächste Mega-Übernahme?

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Barrick Gold
Trendthema

Der Goldmarkt ist in Bewegung. Und zwar in einer großen Bewegung. Erst schnappt sich Barrick Gold den Konkurrenten Randgold Resources und will so seine Stellung als weltgrößter Produzent untermauern. Dann kontert die bisherige Nummer 2 Newmont Mining mit der Übernahme von Goldcorp. Und es deutet sich bereits der nächste Deal an.

Neal Froneman, CEO von Sibanye-Stillwater, äußerte sich jetzt einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Zwar werde sich Sibanye in den kommenden 18 Monaten darauf konzentrieren, die eigene Bilanz zu stärken. Doch es gebe durchaus Projekte, die in das Portfolio von Sibanye passen könnten. Explizit sprach Froneman die Mponeng-Mine von AngloGold und South Deep von Gold Fields an. Gespräche habe es aber noch nicht gegeben.

Interessant ist diese Aussage, wenn man etwas den größeren Rahmen betrachtet. Zu Beginn des Jahrs kamen Gerüchte auf, AngloGold und Gold Fields könnten zusammen gehen. Doch Analysten sahen vor allem die südafrikanischen Assets als Problem: South Deep hat zwar riesige Reserven. Doch Gold Fields kämpft seit Jahren mit der Performance der Mine. Nun könnte sich also ein Weg ergeben, dass im Fall einer Fusion von AngloGold und Gold Fields die Mine an Sibanye verkauft werden könnte.

Noch ist das alles nur ein Gedankenspiel. Doch die Indizien deuten daraufhin, dass dies eine Konstellation sein könnte, die für alle Beteiligten zu einem Königsweg werden könnte. Das Problem: Die Aktionäre von Sibanye sind ohnehin Leid erprobt. Und ob man unbedingt versessen darauf wäre, nun noch einmal südafrikanische Mine ins Portfolio zu nehmen, darf bezweifelt werden. Die Gewerkschaften sind für die Minenbetreiber in Südafrika ein echtes Problem. Zahlreiche Minen wurden in der Vergangenheit über Wochen oder Monate bestreikt, wenn die Betreiber den Forderungen nicht nachgekommen sind. Gerade der südafrikanische Minensektor gilt als sehr schwierig aufgrund dieser Unwägbarkeiten. Zahlreiche südafrikanische Minenkonzerne sind in den vergangenen Jahren dazu übergegangen, ihr Geschäft mehr und mehr nach Westafrika oder auch Asien/Amerika zu verlagern. Auch wenn die Aktie von Sibanye in den vergangenen Woche stark performt hat, sollten Anleger die Probleme, die ein solcher Kauf mit sich bringen würde, nicht unterschätzen.