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Microsoft mit schwachem Jahresstart – Analysten wittern Chance

Microsoft mit schwachem Jahresstart – Analysten wittern Chance
Foto: NurPhoto/Ying Tang/picture alliance/dpa
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Marion Schlegel Heute, 11:18 Marion Schlegel

Die Aktie von Microsoft hat in den vergangenen Monaten ordentlich Federn gelassen. Seit dem Jahresanfang steht ein Minus von gut 16 Prozent zu Buche. Selbst im 52-Wochen-Vergleich kommt das Papier nur noch auf ein kleines Plus von knapp sechs Prozent. Die Furcht vor der Disruption durch KI hat auch den US-Softwareriesen getroffen.

Zwar konnte Microsoft mit seinen vor wenigen Wochen veröffentlichten Zahlen für das zweite Quartal (per Ende Dezember) durchaus überzeugen, allerdings sorgen machen Wachstumssorgen im Cloud-Sektor für Druck. Azure und andere Cloud-Dienste wuchsen im zweiten Geschäftsquartal um 39 Prozent. Das ist zwar ein starker Wert, jedoch weniger als noch im ersten Quartal.

Microsoft (WKN: 870747)

Analysten bleiben aber dennoch optimistisch für die Aktie von Microsoft und sehen in der aktuellen Korrektur Kaufchancen. Insgesamt 64 der 68 von Bloomberg befragten Analysten raten dazu, bei der Microsoft-Aktie zuzugreifen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 597,29 Dollar (aktueller Kurs: 404,88 Dollar).

Deutlich über dem Schnitt liegt das Kursziel des Analysehauses Jefferies. Nach einem Treffen mit dem Unternehmen hat Analyst Brent Thill seine Kaufempfehlung sowie das Kursziel von 675 Dollar bestätigt. Seiner Einschätzung nach vergrößert Künstliche Intelligenz den adressierbaren Markt für Microsoft 365 deutlich. Zudem liegen die Margen im KI-Geschäft derzeit über denen der Cloud-Sparte in einer vergleichbaren Entwicklungsphase. Darüber hinaus hob er die zunehmenden Monetarisierungsmöglichkeiten der Infrastruktur hervor.

Derweil gibt Microsoft auch auf anderer Seite Gas. Wie Microsoft am Mittwoch mitteilte, sollen Spieleentwickler 2027 die ersten Prototypen der nächsten Xbox-Generation erhalten. Damit will Microsoft im Wettbewerb mit Sony und Nintendo wieder stärker aufholen. Das Herzstück der kommenden Hardware ist ein speziell entwickelter Chip von AMD. Laut Xbox-Manager Jason Ronald soll dieser einen massiven Leistungssprung ermöglichen – insbesondere bei Raytracing, also der realistischen Darstellung von Licht- und Schatteneffekten. Zudem werde Künstliche Intelligenz direkt in Grafik- und Rechenprozesse integriert. Dadurch sollen Spielewelten deutlich realistischer, dynamischer und immersiver wirken. Der Druck ist hoch: Im Dezemberquartal stammten nur etwas mehr als sieben Prozent der Microsoft-Erlöse aus dem Gaming-Bereich. Hier will Microsoft in Zukunft wieder aufs Gaspedal drücken.

Charttechnisch hat die Aktie von Microsoft zuletzt im Bereich von 400 Dollar einen Boden ausbilden können. Ein erstes klares positives Signal würde allerdings erst der Sprung über den kurzfristigen Abwärtstrend und die Rückkehr über die 50-Tage-Linie bei gut 430 Dollar bringen. Anleger warten derzeit ab. Das Thema Künstliche Intelligenz wird aber in den kommenden Jahren immer wichtiger werden und hier wird Microsoft in jedem Fall ein deutliches Wort mitsprechen. Wer breit gestreut auf das Thema Künstliche Intelligenz setzen will, finden beim Künstliche Intelligenz Index vom AKTIONÄR ein spannendes Investment. Neben Microsoft sind hier unter anderem Auch Nvidia, Alphabet, Twilio und Salesforce enthalten. Alle wichtigen Infos dazu sowie zu entsprechenden Investmentmöglichkeiten finden Sie hier.

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