Der Künstliche Intelligenz Index konnte zuletzt wieder etwas Boden gut machen. Der Trend hin zu immer höheren Investitionen in KI hält an. Auch Technologieriesen wie Microsoft schieben dabei mächtig an. So erhöht der US-Technologiekonzern seine Ausgaben für KI-Rechenzentren in Nordrhein-Westfalen.
Kurzusammenfassung
• Microsoft baut seine KI-Infrastruktur in Deutschland weiter aus und plant ein viertes Rechenzentrum im Rheinischen Revier, diesmal in Grevenbroich.
• Die Investitionen sollen den Strukturwandel in der ehemaligen Kohleregion unterstützen; die ersten Rechenzentren könnten ab 2028 in Betrieb gehen.
• Der KI-Boom hält an, weshalb die langfristigen Aussichten für Unternehmen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz weiterhin positiv eingeschätzt werden.
Wie das Unternehmen mitteilte, möchte es einen weiteren Server-Standort in Grevenbroich am Niederrhein bauen. Es wäre das vierte Rechenzentrum des Technologieriesen im Rheinischen Revier, schon 2024 wurden entsprechende Vorhaben für Rechenzentren in Bedburg, Bergheim und Elsdorf bekannt. Bis sie den Betrieb aufnehmen, dauert es aber noch länger.
Microsoft unterzeichnete einen Kaufvertrag für ein Grundstück, das bislang landwirtschaftlich genutzt wird. Es ist nach Angaben der Stadt 23 Hektar groß. Der Kaufvertrag steht allerdings unter dem Vorbehalt der Baugenehmigung. Das Rheinische Revier ist die Kohle-Abbauregion westlich von Köln, die wegen des Kohle-Ausstiegs im Umbruch ist und vor einer ungewissen Zukunft steht. Die Microsoft-Investitionen stärken nun die Hoffnung auf Arbeitsplätze vor Ort.
Die Investitionssumme wurde nicht mitgeteilt, es könnte ein hoher dreistelliger Millionen-Euro-Betrag sein oder vielleicht sogar etwa eine Milliarde Euro. Für die drei anderen, 2024 eingeleiteten Vorhaben für Rechenzentren investiert Microsoft 3,2 Milliarden Euro. Von diesem Betrag fließt aber noch Geld ab für eine Kapazitätserweiterung eines bereits bestehenden Frankfurter Microsoft-Standorts und für Schulungsprogramme, um den Umgang der Öffentlichkeit mit Künstlicher Intelligenz zu verbessern.
Für die Standorte in Bedburg und Bergheim wurden bereits Baugenehmigungen erteilt, in Elsdorf wird die Erlaubnis noch erwartet. In Bedburg und Bergheim könnte ein Teilbetrieb 2028 starten. Die drei ersten Standorte sollen sich gegenseitig absichern - fällt einer aus, so kann auf einen Standort zurückgegriffen werden. Die genaue Funktion des Grevenbroicher Standorts ist noch unklar. Sollte bei dem Vorhaben alles planmäßig laufen, könnte das Rechenzentrum in den frühen 2030er Jahren in Betrieb gehen.
Künstliche Intelligenz wird immer wichtiger. Dementsprechend bleiben die Aussichten für die in diesem Bereich tätigen Firmen gut. Mutige können mit gehebelten Produkten auf einen Anstieg des Künstliche Intelligenz Index setzen, in dem elf Technologiekonzerne wie etwa Microsoft, Twilio, Mobileye Global oder Alphabet vertreten sind, setzen. Wer es etwas konservativer mag, kann sich auch das Indexzertifikat mit der WKN DA0ABW ins Portfolio legen.
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Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 14:57