Nach einem schwachen Quartal – dem schlechtesten seit 2008 – und einem Kursrückgang von 23 Prozent binnen drei Monaten zählt Microsoft aktuell zu den größten Nachzüglern unter den „Magnificent Seven“. Auch im Vergleich zum S&P 500 hinkt der Titel deutlich hinterher. Goldman Sachs sieht aber gerade jetzt gute Chancen.
Microsoft könnte im KI-Zeitalter wieder an Fahrt gewinnen. Die Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs sehen die Aktie klar auf Kaufniveau und trauen ihr mit einem Kursziel von 600 Dollar ein Aufwärtspotenzial von gut 60 Prozent zu.
Belastet wurde die Aktie zuletzt vor allem durch Sorgen, dass neue KI-Lösungen wie Claude Cowork dem wichtigen Geschäft mit Microsoft 365 Konkurrenz machen könnten. Tatsächlich ist die Durchdringung von Copilot bislang noch gering: Ende März nutzten erst rund drei Prozent der kommerziellen Office-Kunden das KI-Add-on.
Doch Goldman Sachs sieht die Trendwende bereits im Ansatz. Die Abschwächung im Microsoft-365-Wachstum lasse nach, während sich die Copilot-Nutzung verbessere. In den kommenden neun Monaten dürfte die KI-Integration zunehmend zum Wachstumstreiber werden.
Microsoft sei hervorragend positioniert, um von KI-getriebenen Produktzyklen zu profitieren – von Rechenleistung über Plattformen bis hin zu Anwendungen. Zudem seien Risiken durch mögliche Disruption bereits weitgehend im Kurs eingepreist.
Auch am Markt überwiegt Optimismus: Die große Mehrheit der Analysten empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf. Insgesamt 65 der 69 von Bloomberg befragten Analysten vergeben ein „Buy“-Rating.
Die Aktie von Microsoft stand in diesem Jahr deutlich unter Druck. Ende März markierte das Papier bei 356,28 Dollar ein neues Jahrestief. Zuletzt konnte sich die Aktie aber stabilisieren. Wichtig wäre nun der Sprung über die 50-Tage-Linie, die derzeit bei gut 402 Dollar verläuft. Das Thema Künstliche Intelligenz wird aber in den kommenden Jahren immer wichtiger werden und hier wird Microsoft in jedem Fall ein deutliches Wort mitsprechen. DER AKTIONÄR hat das Papier deswegen vor Kurzem wieder auf seine Empfehlungsliste genommen. Wer breit gestreut auf die sieben US-Technologieriesen setzen will, kann dies weiterhin mit dem Indexzertifikat auf den Magnificent 7 Index mit der WKN DA0AC0 tun. Alle Infos dazu finden Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Microsoft.
Heute, 21:42