Meta liefert. Und wie. Der Konzern (Facebook, Instagram) übertrifft im ersten Quartal die Erwartungen klar und zeigt, dass der KI-Boom weiter auf Hochtouren läuft. Umsatz, Gewinn, Werbung – alles zieht kräftig an. Doch hinter den starken Zahlen taucht ein Problem auf, das größer werden könnte: Selbst Meta bekommt die nötige Hardware nicht mehr schnell genug.
Meta steigert den Umsatz im ersten Quartal um 33 Prozent auf 56,31 Milliarden Dollar. Damit liegt Meta über den Erwartungen. Treiber bleibt das Werbegeschäft, das ebenfalls um 33 Prozent auf 55,02 Milliarden Dollar wächst. Auch beim Gewinn liefert das Unternehmen ab: Der Gewinn je Aktie springt auf 10,44 Dollar nach 6,43 Dollar im Vorjahr.
Auch operativ läuft es rund. Das Betriebsergebnis steigt um 30 Prozent auf 22,87 Milliarden Dollar. Die Marge bleibt mit 41 Prozent stabil auf hohem Niveau. Besonders das Kerngeschäft rund um Facebook, Instagram und WhatsApp liefert deutlich mehr Gewinn als erwartet.
KI-Boom führt zu noch mehr Milliarden-Investitionen
Doch die eigentliche Story liegt im Ausblick. Meta erhöht seine Investitionspläne deutlich. Für das Gesamtjahr stellt der Konzern nun Investitionen von 125 bis 145 Milliarden Dollar in Aussicht. Zuvor lag die Spanne noch bei 115 bis 135 Milliarden Dollar.
Das zeigt, wie ernst es Meta mit dem Ausbau seiner KI-Infrastruktur ist. Rechenzentren, Chips, Netzwerke – alles muss massiv ausgebaut werden. Gleichzeitig signalisiert der Konzern für das zweite Quartal weiter starkes Wachstum. Die Erlöse sollen zwischen 58 und 61 Milliarden Dollar liegen.
Engpass bei Hardware
Ein Problem: Laut einem Bericht des Wall Street Journal kämpft Meta mit einem „signifikanten Engpass bei Server-Hardware“. Hintergrund ist ein Mangel an Speicherchips, der sich durch den gesamten Markt zieht.
Die Folge: Meta verlängert die Laufzeit bestehender Server von sechs auf sieben Jahre. Neue Systeme sind schlicht nicht schnell genug verfügbar. Intern geht das Unternehmen davon aus, dass dieser Engpass bis 2027 anhalten könnte.
Kurz: Die Produktion bei zentralen Komponenten wie Speicherchips kommt nicht hinterher. Das betrifft aber nicht nur Meta, sondern die gesamte Branche.
Meta zeigt einmal mehr eindrucksvoll, wie viel Geld sich aktuell mit KI und Werbung verdienen lässt. Aber das Wachstum ist sehr abhängig von Hardware, Lieferketten und massiven Investitionen. Direkt nach den Zahlen fällt die Meta-Aktie im nachbörslichen Handel zunächst um 6 Prozent auf 629 Dollar. Das dürfte auf die einmal mehr steigenden Milliarden-Investitionen zurückzuführen sein.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Meta.
Heute, 22:17