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25.06.2020 Marion Schlegel

Merck KGaA: Studienstart für Corona-Therapie – Aktie Top-Gewinner im DAX

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Merck

Die Aktie der Merck KGaA ist am heutigen Donnerstag der größte Gewinner im deutschen Leitindex DAX. Gut 2,7 Prozent geht es nach oben auf 102,35 Euro. Auf den Plätzen zwei und drei folgen am heutigen Tag die Aktie von Henkel mit plus 2,7 Prozent und Daimler mit einem Plus von 2,0 Prozent. Unterstützt hat die Aktie auch die Meldung, dass Merck eine erste klinische Studie mit einem TLR7/8-Inhibitor als potenzielle Therapie für schwere Symptome von Covid-19-Infektion startet.

Die US-amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat den Zulassungsantrag (Investigational New Drug Application, IND) von Merck für seine Prüfsubstanz M5049 zur Therapie von Patienten mit Covid-19-Lungenentzündung bewilligt, so das Unternehmen. Merck wird nun eine randomisierte, kontrollierte klinische Phase-2-Studie zur Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit von M5049 bei dieser Patientenpopulation starten. M5049 ist ein niedermolekularer Wirkstoffkandidat, der als potenziell erster Vertreter seiner Art die Aktivierung der sogenannten Toll-ähnlichen Rezeptoren (Toll-like receptors, TLR) 7 und TLR8 blockiert, heißt es von Merck weiter. Dabei handelt es sich um zwei Sensoren des angeborenen Immunsystems, die Einzelstrang-RNA von Viren wie SARS-CoV-2, dem Auslöser von Covid-19, erkennen können. Infolge der Aktivierung von TLR7/8 kommt es zu einer Mobilisierung von Immunzellen und einem Entzündungsgeschehen, das bei unzureichender Regulierung zu schweren Störungen des Immunsystems führen kann.

Merck (WKN: 659990)

Im Rahmen der Studie soll untersucht werden, ob die Behandlung mit M5049 in einem kritischen Stadium des Krankheitsverlaufs von Covid-19 die überschießende Immunreaktion bei Patienten mit Covid-19-Lungenentzündung unterbinden oder abmildern kann und so verhindern könnte, dass es zu einem Fortschreiten der Erkrankung mit „Zytokinsturm“ kommt. Die erfolgreiche Behandlung mit dem Prüfpräparat könnte lebensbedrohliche Komplikationen von Covid-19 verringern. Dazu zählen etwa schwere Atemwegssymptome, die oftmals weitere medizinische Interventionen wie eine mechanische Beatmung erfordern, heißt es in der Mitteilung von Merck.

Die Aktie von Merck war in den vergangenen Wochen ein einem Seitwärtstrendkanal gefangen. Wichtig ist nun zunächst, dass die Rückeroberung der 200-Tage-Linie gelingt. Ein anschließender Sprung über die obere Begrenzung des Seitwärtstrendkanals würde ein Kaufsignal bedeuten. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 84,00 Euro an Bord.