19.06.2019 Michel Doepke

Merck & Co geht in die Offensive: Startet die nächste Übernahmewelle?

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Der Pharma-Konzern Merck & Co fasst laut einem Bericht des Wall Street Journal Akquisitionen ins Auge. Demnach befinde sich das Unternehmen auf der Suche nach kleinen und mittelgroßen Deals, inklusive zusätzlicher Transaktionen, um die Onkologie-Piepline hinter dem Top-Seller Keytruda zu verstärken. Merck & Co ist ohnehin zuletzt in Sachen Übernahmen aktiv gewesen.

Drei Übernahmen im Jahr 2019 angekündigt

Merck & Co schwimmt mit dem Immuntherapeutikum Keytruda auf der Erfolgswelle, doch damit macht sich das Unternehmen auch abhängig vom Kassenschlager. Diese möchte das Management offensichtlich reduzieren. Der Dow-Jones-Konzern wird höchstwahrscheinlich auf dem morgen stattfindenden Investorentag Details zur Strategie bekanntgeben.

Merck & Co hat sich bei Übernahmen zuletzt eher auf kleinere, relativ unbekannte Player gestürzt. Zunächst erwarb der Pharma-Konzern die Gesellschaft Immune Design für etwa 300 Millionen Dollar. Zuletzt verkündete der Konzern einen Doppelschlag: Erst die Akquisition von Peloton Therapeutics (Preis: 1,05 Milliarden Dollar plus potenzielle Meilensteinzahlungen in Höhe von 1,15 Milliarden Dollar) und Tilos Therapeutics für 773 Millionen Dollar.

Potenzielle Kandidaten

Zuletzt konnten im Biotech-Sektor hohe Übernahmeaktivitäten bei Gentherapie- und Präzisionsonkologie-Spezialisten wahrgenommen werden. An dieser Stelle seien folgende Übernahmen zu nennen:

DER AKTIONÄR kann sich durchaus eine Übernahme für Merck & Co in diesen Bereichen vorstellen. Heiße Kandidaten: Blueprint Medicines, Iovance Biotherapeutics und Exelixis.

Richtiger Schritt von Merck & Co

DER AKTIONÄR ist von den Übernahmeplänen von Merck & Co überzeugt. Zuletzt präsentierte sich die Aktie von einer enorm starken Seite. Dennoch favorisiert die Redaktion unter den großen Pharma-Werten weiter Roche und Novartis, und als Depotbeimischung die britisch-schwedische Astrazeneca.