07.01.2019 Michel Doepke

Biotech-Hammer: Eli Lilly kauft Bayer-Partner Loxo Oncology – 68 Prozent Aufschlag!

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Im Biotech-Sektor nimmt das Übernahmekarussell zum Jahresbeginn mächtig Fahrt auf: Nach dem Deal zwischen Bristol-Myers und Celgene schnappt sich der Pharma-Konzern Eli Lilly den Krebs-Spezialisten Loxo Oncology. Für das Unternehmen, welches AKTIONÄR-Lesern als Partner von Bayer und laufende Biotech-Einzelempfehlung bekannt ist, legt Lilly satte 8,0 Milliarden Dollar auf den Tisch. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 68 Prozent.

Besser spät als nie

Leser können von der Übernahmeofferte profitieren – zuletzt empfahl DER AKTIONÄR die Loxo-Oncology-Aktie in Ausgabe 45/2018 zu 132,98 Euro mit einem Kursziel von 210,00 Euro als "heißen ESMO-Gewinner mit Übernahmefantasie". Diese wird nun Realität: Eli Lilly legt 235 Dollar je Aktie in bar auf den Tisch.

Die Akquisition ist auch für Bayer aus Leverkusen interessant. Auf dem ESMO-Kongress 2018 in München hat Loxo Oncology Updates zu den laufenden Projekten LOXO-292 und Larotrectinib präsentiert. Letzteres ist für den DAX-Konzern Bayer von enormer Bedeutung. Denn die Weiterentwicklung des Wirkstoffes gehört zu einem milliardenschweren Deal, den die Leverkusener vor rund einem Jahr mit der amerikanischen Biotech-Gesellschaft eingefädelt haben. Das Duo hat inzwischen die US-Zulassung für Larotrectinib, einem neuen Ansatz in der Präzisionsonkologie, erhalten. Die Loxo-Partnerschaft gehörte für den AKTIONÄR zu den spannendsten Storys in der Pharma-Sparte der Leverkusener. Fortan wird Bayer mit Eli Lilly zusammenarbeiten, wenn die Transaktion erfolgreich ist.

Loxo explodiert, Lilly-Aktie fällt

In einer ersten Reaktion fallen die Papiere von Eli Lilly um rund fünf Prozent. Nach der starken Performance in den zurückliegenden 52 Wochen kein Beinbruch, der Aufwärtstrend sollte intakt bleiben. Aktuell befindet sich die Aktie auf der AKTIONÄR-Watchlist. Anleger, die der Empfehlung auf Loxo Oncology gefolgt sind, nehmen nun die Gewinne mit. Vorbörslich notiert das Papier rund 64 Prozent höher und liegt damit nur minimal unter dem Gebot von Eli Lilly. Daher gilt: Kasse machen und über satte Gewinne freuen.