Vor fast jedem Quartalsbericht von Nvidia wiederholt sich das gleiche Muster: Die Erwartungen seien zu hoch, der KI-Boom stehe vor einer Abkühlung und die Bewertung lasse kaum noch Spielraum. Doch bislang hat die operative Entwicklung diese Zweifel regelmäßig widerlegt. Ein Blick auf die vergangenen Quartalstermine zeigt, warum die Nvidia-Story weiter intakt ist.
- Das Umsatzwachstum hat sich zuletzt bis auf 106 Prozent beschleunigt.
- Für das kommende Geschäftsjahr stellt Nvidia rund 70 Prozent Wachstum in Aussicht.
- Selbst ältere H100-Systeme bleiben stark gefragt und verteuern sich am Mietmarkt.
Der entscheidende Punkt: Nvidia wächst weiterhin außergewöhnlich schnell – und damit auch in seine Bewertung hinein.
Die Zahlen widerlegen die Abkühlungs-These
Wer die vergangenen Quartalsberichte im Chart markiert, erkennt ein auffälliges Muster. Immer wieder waren die Erwartungen vor den Zahlen hoch und die Skepsis entsprechend groß. Doch die operative Entwicklung überzeugte regelmäßig und gab der Aktie neue Impulse.
Besonders deutlich wird das beim Umsatzwachstum. Nach Zuwachsraten von 56 und 63 Prozent beschleunigte sich die Dynamik über 73 und 85 Prozent zuletzt auf 106 Prozent.
Auch der Blick nach vorn spricht bislang nicht für einen abrupten Zyklusbruch. Während der Markt zwischenzeitlich mit einer deutlichen Verlangsamung auf rund 45 Prozent gerechnet hatte, stellte das Management für das kommende Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von etwa 70 Prozent in Aussicht.
Wachstum relativiert die Bewertung
Nvidia gehört inzwischen zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Das allein macht die Aktie jedoch nicht automatisch teuer. Entscheidend ist, wie schnell die Gewinne mitwachsen.
Auf Basis der erwarteten kommenden Jahresgewinne bewegt sich das Forward-KGV je nach Schätzung im Bereich von etwa 20 bis 25. Für ein Unternehmen mit der aktuellen Wachstumsdynamik ist das deutlich weniger ambitioniert, als die absolute Marktkapitalisierung vermuten lässt.
Genau hier liegt ein wichtiger Unterschied zu klassischen Übertreibungsphasen: Nvidia liefert nicht nur Fantasie. Umsatz und Gewinn wachsen weiter mit hohem Tempo.
Selbst ältere Nvidia-Chips bleiben gefragt
Ein weiterer Realitätscheck kommt aus dem Markt für Rechenleistung. Selbst die inzwischen ältere H100-Generation bleibt stark gefragt. Die Mietpreise für H100-Systeme sind zuletzt wieder zweistellig gestiegen.
Das widerspricht der These, dass neue Nvidia-Generationen ältere Hardware sofort wirtschaftlich entwerten. Stattdessen entsteht ein gestaffelter Markt: Die neuesten Plattformen bedienen die leistungsintensivsten Anwendungen, während H100 und andere ältere Generationen weiterhin für zahlreiche KI-Aufgaben eingesetzt werden.
Die Nachfrage nach Rechenkapazität ist bislang groß genug, um mehrere Nvidia-Generationen gleichzeitig auszulasten.
Entscheidend bleiben die Gewinne
Die Nvidia-Aktie wird auch künftig nicht geradlinig steigen. Nach starken Rallys gehören Rücksetzer und Phasen erhöhter Skepsis dazu. Entscheidend ist aber, ob sich die fundamentale Entwicklung verändert.
Bislang sprechen die Zahlen dagegen: beschleunigtes Umsatzwachstum, ein starker Ausblick und weiterhin hohe Nachfrage selbst nach älteren GPU-Generationen.
Für den Megatrend Folger bleibt Nvidia deshalb ein zentraler KI-Wert. Die Aktie bildet das langfristige Fundament, während ausgewählte, lang laufende Optionsscheine bei passenden Setups zusätzliche Renditechancen eröffnen.
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Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Nvidia befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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